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📖 Wissenswertes

Die Aktion „Pilz des Jahres“: Seit 1994 kürt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) jährlich eine besondere Art. Ziel ist es, die ökologische Bedeutung der Pilze, ihre Gefährdung und ihre faszinierende Biologie hervorzuheben.

Hinweis: Dies ist eine Zusammenfassung der mykologischen Aufklärungsarbeit der DGfM.
2026 Igel-Stachelbart
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein seltener Bewohner alter Buchen. Er steht für den Schutz von Urwaldrelikten und wird aufgrund seiner bizarren Form auch „Löwenmähne“ genannt.
2025 Amethystfarbene Wiesenkoralle
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Diese auffällig violette Koralle ist ein Zeiger für höchste Biotopqualität in nährstoffarmen Magerrasen.
2024 Schopf-Tintling
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein häufiger Speisepilz, der durch seine Fähigkeit beeindruckt, sich bei Reife selbst zu Tinte zu verflüssigen.
2023 Sumpf-Haubenpilz
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Dieser kleine, leuchtend gelbe Pilz ist ein Spezialist für extrem nasse Standorte und mahnt den Schutz unserer Moore an.
2022 Fliegenpilz
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Der Inbegriff des Glückspilzes. Er verdeutlicht die lebenswichtige Mykorrhiza-Verbindung zwischen Pilz und Baum.
2021 Grünling
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Früher ein Marktpilz, heute als tödlich giftig erkannt. Er lehrt uns, dass mykologische Erkenntnisse stets im Wandel sind.
2020 Gewöhnliche Stinkmorchel
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Bekannt für ihren Aasgeruch, mit dem sie Fliegen zur Sporenverbreitung anlockt. Ein faszinierendes Beispiel für Evolution.
2019 Grüner Knollenblätterpilz
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Verantwortlich für die meisten tödlichen Pilzvergiftungen. Die Wahl dient der lebenswichtigen Aufklärung.
2018 Wiesen-Champignon
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein Rückgangskandidat unserer Kulturlandschaft. Er leidet massiv unter der Überdüngung der Wiesen.
2017 Judasohr
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Wächst bevorzugt an Holunder. Er ist als Vitalpilz bekannt und zersetzt effektiv Totholz im Kreislauf der Natur.
2016 Lilastiel-Rötelritterling
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein robuster Pilz, der erst im Spätherbst erscheint und die Pilzsaison bis in den Winter verlängert.
2015 Verzweigte Becherkoralle
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Wächst auf morschem Holz. Ihre krone-förmigen Astspitzen machen sie zu einer kleinen architektonischen Meisterleistung.
2014 Geweihförmige Holzkeule
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein ganzjähriger Pilz an Baumstümpfen. Sie zeigt, dass Pilze auch ohne klassische Hutform existieren.
2013 Braungrüner Zärtling
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein farbenfroher Winzling der Magerwiesen. Er reagiert extrem empfindlich auf kleinste Veränderungen seines Biotops.
2012 Grauender Speisetäubling
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein Bewohner feuchter Nadelwälder. Er steht stellvertretend für die höchst komplexe Gattung der Täublinge.
2011 Roter Gitterling
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein bizarres Beispiel für Arten, die durch den Klimawandel aus dem Süden zu uns einwandern.
Ökologische Funktion: zersetzt Totholz | Wissenschaftlicher Name: Clathrus ruber
2010 Schleiereule
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Einer der größten Blätterpilze Europas. Er ist ein Charakterpilz alter Buchenwälder auf Kalk.
Wissenschaftlicher Name: Grifola frondosa | Biotop: alte Buchenwälder, kalkhaltig
2009 Blauer Rindenpilz
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Besticht durch seine tiefblaue Farbe. Er erinnert uns daran, dass auch Krustenpilze wichtige Holzzersetzer sind.
Wissenschaftlicher Name: Chondrostereum purpureum | Biotop: Laubholzstämme, bevorzugt Eichen
2008 Bronze-Röhrling
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein edler Verwandter des Steinpilzes. Er liebt die Wärme und ist durch den Verlust alter Eichenbestände bedroht.
2007 Puppen-Kernkeule
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein faszinierender Parasit, der unterirdisch an Insektenpuppen wächst und so die Insektenpopulation reguliert.
Wissenschaftlicher Name: Cordyceps militaris | Biotop: auf Insektenpuppen, feuchte Böden | Ökologische Funktion: Parasitenregulation
2006 Ästiger Stachelbart
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein majestätischer Pilz an altem Buchenholz. Er ist ein Indikator für Urwald-Strukturen in unseren Wäldern.
2005 Wetterstern
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein überlebenskünstler trockener Standorte. Seine Hüllen öffnen und schließen sich je nach Luftfeuchtigkeit.
2004 Echter Hausschwamm
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Aufklärung über den bedeutendsten Holzzerstörer in Gebäuden und dessen biologische Kraft.
Wissenschaftlicher Name: Serpula lacrymans | Biotop: feuchte Holzkonstruktionen, Gebäude
2003 Papageigrüner Saftling
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Einer der buntesten Pilze überhaupt. Er steht für den Schutz von ungedüngtem, altem Grasland.
2002 Orangefuchsiger Raukopf
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Enthält das tödliche Gift Orellanin. Die Wahl warnt vor Vergiftungen mit extrem langer Latenzzeit.
RL-Status: stark gefährdet (Rote Liste Deutschland) | Wissenschaftlicher Name: Cortinarius orellanus | Gefährlich: enthält Orellanin, lang verzögerte Toxizität
2001 Stachelsporige Mäandertrüffel
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein heimischer unterirdischer Pilz. Er zeigt die verborgene Vielfalt der Trüffelverwandten in Deutschland.
2000 Königs-Fliegenpilz
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Die seltenere, braune Schwester des roten Fliegenpilzes. Er wächst vor allem in höheren Berglagen.
1999 Satans-Röhrling
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein kalkliebender Giftpilz. Er steht für den Schutz wärmebegünstigter Laubmischwälder.
1998 Schweinsohr
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein prächtiger, aber seltener Leistling. Er leidet stark unter der Versauerung der Waldböden.
Wissenschaftlicher Name: Auricularia mesenterica | Biotop: alte Laubholzstämme
1997 Frauen-Täubling
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein weit verbreiteter Speisepilz. Er dient als Modell für die Mykorrhiza-Symbiose.
1996 Habichtspilz
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Ein großer Stachelpilz, der zunehmend seltener wird. Er zeigt die Empfindlichkeit von Nadelwaldböden.
Wissenschaftlicher Name: Sarcodon imbricatus | Biotop: Nadelwälder, empfindlich auf Bodenversauerung
1995 Zunderschwamm
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Würdigung seiner kulturhistorischen Bedeutung („Ötzi“). Er ist ein unverzichtbarer Zersetzer.
Wissenschaftlicher Name: Fomes fomentarius | Biotop: alte Laubbäume, kulturhistorisch wichtig
1994 Laubwald-Rotkappe
Hintergrund der Wahl (Details)
Hintergrund: Der offizielle erste Pilz des Jahres. Er mahnt den Schutz naturnaher Laubmischwälder an.
Wissenschaftlicher Name: Leccinum aurantiacum | Biotop: naturnahe Laubmischwälder

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