Mushroom-Toxin

☣ Pilzgifte filtern

Wählen Sie eine Kategorie oder springen Sie direkt zum Gift:

Aeruginascin

Giftigkeitsgrad: giftig, bewusstseinverändernd Latenzzeit: 35 Minuten Symptome: Aeruginascin ist ein seltenes Indolalkaloid, das weltweit fast ausschließlich im Grünenden Risspilz (Inocybe aeruginascens) vorkommt. Es ist chemisch eng mit Psilocybin verwandt, weist aber eine strukturelle Ähnlichkeit zum Krötengift Bufotenidin auf. Der Stoff wirkt halluzinogen und verändert die Wahrnehmung von Zeit, Farbe und Raum massiv. Eine Besonderheit ist, dass Konsumenten im Vergleich zu anderen psychoaktiven Pilzen seltener von Angstzuständen ("Bad Trips") berichten, was auf eine spezifische Interaktion mit den Serotonin-Rezeptoren hindeutet. Dennoch bleibt die Wirkung unberechenbar und führt zu typischen Symptomen wie Pupillenerweiterung, Herzrasen und motorischer Unruhe. Behandlung: Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch, da kein direktes Gegengift (Antidot) existiert. Bei akuten Vergiftungserscheinungen steht die psychische Stabilisierung des Patienten in einer reizarmen Umgebung im Vordergrund ("Talk down"). Bei starker Agitiertheit oder Panikattacken können medizinisch Benzodiazepine verabreicht werden. Da bei Risspilzen immer die Gefahr einer Verwechslung mit muscarinhaltigen Arten besteht, muss der Patient klinisch überwacht werden, um lebensgefährliche Fehlbehandlungen auszuschließen. Im Falle einer Mischvergiftung mit Muscarin wäre eine völlig andere medizinische Intervention (z. B. Atropin) erforderlich. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Akromelsäure

Giftigkeitsgrad: tödlich giftig Latenzzeit: 1-7 Tage Symptome: langandauernde Schmerzen, Brennen, Kribbeln sowie Hautrötungen an Händen und Füßen Behandlung: Verordnung von hohen Dosen Analgetika 🔍 Pilze mit diesem Gift

Amatoxine

Giftigkeitsgrad: tödlich giftig Latenzzeit: 4 Stunden - 14 Tage Symptome: Krämpfe, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, führt zu schweren bis tödlichen Leberschäden. Behandlung: Therapie mit Silibinin, ab einem gewissen Grad der Vergiftung gibt es nur noch die Möglichkeit einer Lebertransplantation. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Anthrachinone

Giftigkeitsgrad: Giftig / Abführend Latenzzeit: 1 bis 6 Stunden Symptome: Eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die oft als Farbpigmente (gelb, orange, rot) in Pilzen vorkommen. Sie wirken stark schleimhautreizend im Verdauungstrakt und haben eine drastische abführende Wirkung. Bei höherer Konzentration können sie zu Nierenschäden führen. Behandlung: Symptomatische Therapie: Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes bei schwerem Durchfall. Bei Verdacht auf Nierenschädigung (Cortinarius-Arten) ist eine klinische Überwachung der Nierenparameter notwendig. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Bolesatin

Giftigkeitsgrad: Stark giftig Latenzzeit: 15 Minuten bis 2 Stunden Symptome: Das spezifische Toxin des Satans-Röhrlings. Es handelt sich um ein Protein, das die Proteinsynthese hemmt und heftigste Magen-Darm-Beschwerden mit unstillbarem Erbrechen auslöst. Behandlung: Magenentleerung (falls nicht schon durch Erbrechen geschehen), Elektrolytersatz und medizinische Überwachung. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Bufotenin

Giftigkeitsgrad: schwach giftig Latenzzeit: 0,5-4 Stunden Symptome: Optische Halluzinationen wie Lichtblitze, Schwindelgefühle, Bluthochdruck und Verwirrungszuständen Behandlung: Magen-/Darmentleerung, Gabe von Kohle 🔍 Pilze mit diesem Gift

Collybial / Neocollybial

Giftigkeitsgrad: schwach giftig Latenzzeit: 15 Minuten bis 4 Stunden Symptome: Es handelt sich um zytotoxische Sesquiterpene. Diese Stoffe wirken stark reizend auf die Schleimhäute des Verdauungstraktes. Besonders bei älteren Exemplaren oder unzureichender Erhitzung führen sie zu teils heftigen gastrointestinalen Beschwerden. Die Gifte sind hitzestabil und werden durch Kochen nicht vollständig zerstört. Behandlung: In der Regel symptomatisch. Bei heftigem Erbrechen oder Durchfall ist auf den Elektrolythaushalt zu achten. Die Gabe von medizinischer Kohle kann helfen, die Resorption im Darm zu vermindern. Eine spezifische Antidot-Therapie ist nicht bekannt. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Coprin

Giftigkeitsgrad: giftig Latenzzeit: 0-0,5 Stunden Symptome: Schweißausbrüche, die Körperhaut verfärbt sich lila, das Gesicht rot, Ohrläppchen und Nasenspitze bleiben dabei weiß. Das Gift kann bis zu 4 Tage im Körper bleiben und wird erst wirksam in Verbindung mit Alkohol. Ohne Alkohol ist es unschädlich. Behandlung: Abführung, ggf. Magen auspumpen, absolut keine weitere Alkoholeinnahme. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Ergotin

Giftigkeitsgrad: tödlich giftig Latenzzeit: 1 Stunde - 10 Tage Symptome: Störung des Nervensystems, Durchblutungsstörungen, Absterben von Gliedmaßen Behandlung: k. A., unbedingt schnellstmöglich ärztliche Hilfe einholen 🔍 Pilze mit diesem Gift

Fasciculole

Giftigkeitsgrad: giftig Latenzzeit: 0,5-4 Stunden Symptome: Übelkeit, Verdauungsstörungen, Durchfall, Erbrechen Behandlung: Magen-/Darmentleerung, Kohle 🔍 Pilze mit diesem Gift

Gyromitrin

Giftigkeitsgrad: tödlich giftig Latenzzeit: 2-4 Stunden Symptome: Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelgefühle, Leberversagen. Schon das reine Vorhandensein in einem schlecht gelüfteten Raum kann zu Vergiftungen über die Atemwege führen. Behandlung: Gabe von Aktivkohle, sowie Vitamin B6 als Antidot, ggf. sogar Lebertransplantation. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Hämolysine

Giftigkeitsgrad: sehr giftig Latenzzeit: 0,5 - 4 Stunden Symptome: Auflösung von roten Blutkörperchen; viele Pilze enthalten diese Giftstoffe im Rohzustand. Behandlung: Transfusionen von Erythrozytenkonzentraten 🔍 Pilze mit diesem Gift

Hebelomsäuren (Triterpene)

Giftigkeitsgrad: stark giftig Latenzzeit: 0,5 - 4 Stunden Symptome: Verursacht das Hebeloma-Syndrom: Heftige lokale Reizung der Magen-Darm-Schleimhäute, führt zu kolikartigen Schmerzen, Erbrechen und Durchfall. Die Intensität ist stark von der Konzentration in der jeweiligen Pilzart abhängig Behandlung: Symptomatische Therapie: Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes, Gabe von Aktivkohle, ärztliche Überwachung. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Ibotensäure

Giftigkeitsgrad: schwach giftig - tödlich giftig Latenzzeit: 0,5-6 Stunden Symptome: Unwohlsein, Übelkeit, Halluzinationen, Rausch und Tobsuchtzustände, Atemnot, Pupillen-Erweiterung. Durch hohe Temperaturen oder lange Lagerung wandelt sich die Ibotensäure in Muscimol um, wodurch die Wirkung verstärkt wird. Je nach Dosis stellen sich leichte bis schwere Vergiftungserscheinungen ein, die ggf. auch bis zum Tode führen können. Behandlung: Entleerung von Magen und Darm. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Illudin

Giftigkeitsgrad: Sehr stark giftig Latenzzeit: 30 Minuten bis 3 Stunden Symptome: Kommt im Ölbaumpilz vor. Es verursacht extrem schmerzhafte Magen-Darm-Krämpfe und Erbrechen. Illudine sind zytotoxisch (zellschädigend), führen aber meist nicht zum Tod. Behandlung: Intensivmedizinische Betreuung zur Stabilisierung des Kreislaufs und Schmerzlinderung. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Involutin

Giftigkeitsgrad: Lebensgefährlich (beim Paxillus-Syndrom) Latenzzeit: Jahre (Sensibilisierung) / Min. bis Symptome: Ein Antigen im Kahlen Krempling, das zu einer allergischen Antigen-Antikörper-Reaktion führt. Nach wiederholtem Verzehr werden die roten Blutkörperchen zerstört (Hämolyse). Behandlung: Sofortige Krankenhauseinweisung. Oft ist eine Dialyse oder im schlimmsten Fall ein Blutaustausch erforderlich. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Lektine

Giftigkeitsgrad: sehr giftig Latenzzeit: 4 Stunden Symptome: Verklumpung der Blutkörperchen (Blutgruppe A) Behandlung: sofort ärztlichen Hilfe einholen 🔍 Pilze mit diesem Gift

Lyophyllin

Giftigkeitsgrad: schwach giftig - gefährlich giftig Latenzzeit: z. T. Jahre Symptome: keine direkten Beschwerden aber mutagen Behandlung: kein bekanntes Gegenmittel vorhanden 🔍 Pilze mit diesem Gift

Magen-Darm-Gifte

Giftigkeitsgrad: leicht giftig - sehr giftig Latenzzeit: verschieden Symptome: Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall Behandlung: hier handelt es sich um diverse, z. T. noch wenig erforschte oder unbekannte Gifte, ein Arzt ist aufzusuchen, ggf. die Gabe von Kohle und/oder Magen-Darm-Entleerung. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Monomethylhydrazin

Giftigkeitsgrad: tödlich giftig Latenzzeit: 6 - 12 Stunden Symptome: Monomethylhydrazin (MMH) ist sehr giftig bis tödlich und wirkt als Zellgift auf Leber, Nervensystem und Blutkörperchen. Die Latenzzeit ist mit 6 bis 12 Stunden sehr lang, was die Diagnose erschwert. Das Gift entsteht im Körper aus Gyromitrin, blockiert den Vitamin-B6-Stoffwechsel (Krampffgefahr) und zerstört rote Blutkörperchen. Besonderheit: MMH ist flüchtig; langes Kochen oder Trocknen bietet KEINE Sicherheit. Sogar das Einatmen der Kochdämpfe kann zu schweren Vergiftungen führen! Der Verlauf beginnt meist mit Erbrechen und Durchfall, gefolgt von einer täuschenden Besserung, bevor schwere Leber- und Nierenschäden sowie neurologische Störungen auftreten. WICHTIG: Die Dämpfe beim Kochen von Lorcheln sind lebensgefährlich! Behandlung: Behandlung einer Vergiftung Eine Vergiftung mit MMH ist ein absoluter medizinischer Notfall. Die Behandlung erfolgt im Krankenhaus: Primäre Entgiftung: Gabe von Aktivkohle (wenn die Mahlzeit noch nicht zu lange zurückliegt). Antidot (Gegengift): Die Gabe von Vitamin B6 (Pyridoxin) ist die spezifische Therapie, um die neurologischen Schäden und Krämpfe zu stoppen. Unterstützende Maßnahmen: Flüssigkeitszufuhr, Überwachung der Leberwerte und gegebenenfalls Blutwäsche (Dialyse). 🔍 Pilze mit diesem Gift

Muscarin

Giftigkeitsgrad: sehr giftig Latenzzeit: 0,25 - 4 Stunden Symptome: Speichel- und Tränenfluss, Pupillenverengung, Schweißausbruch, Erbrechen, Durchfall und Kreislaufkollaps, Verwirrtheit, Rauschzustände, Herzlähmung Behandlung: Atropin als Antidot 🔍 Pilze mit diesem Gift

Nebularin

Giftigkeitsgrad: sehr giftig Latenzzeit: 0,25-4 Stunden Symptome: Stoffwechselstörungen, ggf. Zellveränderungen, ggf. DNA-Veränderungen, ggf. krebsfördernd; Nebularin ist hitzestabil; die Wirkung auf den Menschen ist noch nicht vollständig sicher erforscht. Behandlung: ärztliche Betreuung 🔍 Pilze mit diesem Gift

Necatorin

Giftigkeitsgrad: schwach giftig - gefährlich giftig Latenzzeit: z. T. Jahre Symptome: keine direkten Beschwerden, aber mutagen Behandlung: keine Gegenmittel bekannt 🔍 Pilze mit diesem Gift

Nephrotoxine

Giftigkeitsgrad: tödlich giftig Latenzzeit: 2-10 Tage Symptome: Nierenversagen; das Gift wirkt bei vielen Menschen oft nicht sofort; sondern erst nach mehrmaliger Einnahme nach einigen Tagen Behandlung: ggf. Dialyse oder Nierentransplantation 🔍 Pilze mit diesem Gift

Orellanin

Giftigkeitsgrad: tödlich giftig Latenzzeit: 3-14 Tage Symptome: Durst, Nierenschmerzen, Versiegen der Urinproduktion, Kopfschmerzen. Eine Vergiftung mit Orellanin kann bis zum Tode führen oder auch z. T. zu jahrelangen (erheblichen) Beschwerden. Behandlung: Dialyse, ggf. sogar Nierentransplantation 🔍 Pilze mit diesem Gift

Pardine

Giftigkeitsgrad: stark giftig Latenzzeit: 15 Minuten bis 2 Stunden Symptome: Stoffgruppe der Sesquiterpene, die spezifisch im Tigerritterling isoliert wurden. Sie wirken lokal irritativ auf die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes und lösen heftige Reaktionen aus. Die Giftwirkung bleibt auch beim Kochen oder Trocknen vollständig erhalten. Behandlung: Primäre Giftentfernung (sofern kein spontanes Erbrechen erfolgt), Gabe von Aktivkohle zur Bindung von Restgiften, stationäre Überwachung sowie massiver Elektrolyt- und Flüssigkeitsersatz (Infusionen). 🔍 Pilze mit diesem Gift

Phallotoxin

Giftigkeitsgrad: sehr giftig Latenzzeit: 4 Stunden - 14 Tage Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Krämpfe, Kreislaufversagen Behandlung: Phallotoxin kommt in den giftigen Knollenblätterpilzen vor und ist im Gegensatz zu den Amatoxinen nicht für die tödliche Wirkung verantwortlich; hierdurch fokussieren sich die Gegenmaßnahme auf die Vergiftung mit Amatoxinen. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Phenol

Giftigkeitsgrad: schwach giftig Latenzzeit: 2-6 Stunden Symptome: Erbrechen, Durchfall Schwindel, Sehstörungen. Es gibt Menschen die keine oder fast keine Reaktion auf dieses Gift zeigen. Behandlung: Einnahem von Kohle, Arztbesuch 🔍 Pilze mit diesem Gift

Phenylhydrazin

Giftigkeitsgrad: sehr giftig Latenzzeit: keine Angabe Symptome: Ursache für Ekzeme, schwere Magen- / Darmstörungen Behandlung: keine Angabe, unbedingt ärztlichen Rat einholen 🔍 Pilze mit diesem Gift

Pistellarin

Giftigkeitsgrad: giftig Latenzzeit: 0,5 - 4 Stunden Symptome: Ein spezifisches Alkaloid aus der Gruppe der Bitterstoffe. Es wirkt stark reizend auf die Schleimhäute des Verdauungstrakts und führt zu einer lokalen Intoxikation (Gastrointestinales Syndrom). Behandlung: Primäre Giftentfernung (Gabe von Aktivkohle), bei starkem Erbrechen Flüssigkeits- und Elektrolytersatz. In der Regel klingt die Symptomatik nach 24 Stunden ab. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Plicatulasäure

Giftigkeitsgrad: giftig Latenzzeit: 12 - 24 Stunden Symptome: Eine Aminosäure, die strukturell der Kaininsäure ähnelt. Sie wirkt neurotoxisch und kann Erythromelalgie-ähnliche Symptome auslösen (Rötung, Schwellung und brennende Schmerzen in den Extremitäten). Behandlung: Symptomatische Schmerztherapie. Da die Latenzzeit recht hoch ist, sind primäre Entgiftungsmaßnahmen oft zu spät; Fokus liegt auf der Linderung der neurologischen Beschwerden. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Polyporsäure

Giftigkeitsgrad: giftig Latenzzeit: ca. 12 Stunden Symptome: zentralnervöse Störungen, Sehstörungen und Erbrechen, violett gefärbter Urin Behandlung: Magen-/Darmentleerung, Gabe von Kohle, unbedingte, ärztliche Kontrolle 🔍 Pilze mit diesem Gift

Psilocybin

Giftigkeitsgrad: umstritten Latenzzeit: 0,5-3 Stunden Symptome: Rauschzustände, Illusionen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen. Der Umgang mit Psilocybin (Ausnahme Konsum) ist in Deutschland verboten. Auf der anderen Seite könnte Psilocybin bei der Heilung von unheilbaren Krebserkrankungen und der Behandlungen von psychischen Erkrankungen eine entscheidende Rolle spielen. Behandlung: Beobachtung 🔍 Pilze mit diesem Gift

Sclerodermine

Giftigkeitsgrad: giftig bis sehr giftig Latenzzeit: 30 Minuten bis 3 Stunden Symptome: Verursacht das Scleroderma-Syndrom: Heftiges Erbrechen, Bauchschmerzen, zusätzlich Sehstörungen, Schwindel und Kreislaufstörungen. Behandlung: Magen-Darm-Entleerung, Kohlegabe, ärztliche Überwachung des Kreislaufs. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Sesquiterpene

Giftigkeitsgrad: giftig Latenzzeit: 0,5-4 Stunden Symptome: Übelkeit, Verdaungsstörungen, Magen-/Darmbeschwerden Behandlung: Magen-/Darmentleerung, Gabe von Kohle, ärztliche Kontrolle dringend empfohlen 🔍 Pilze mit diesem Gift

Toxische Pigmente

Giftigkeitsgrad: tödlich giftig Latenzzeit: 2-14 Tage Symptome: Muskelschwäche, die tödlich verlaufen kann (Rhabdomyolyse). Diese Gifte kommen beim Grünling vor, der bis 2001 ein beliebter Speisepilz war. Das Gift ist daher wohl bei den meisten Menschen wirkungslos - jedoch für einige tödlich. Behandlung: Dialyse, Entgiftung 🔍 Pilze mit diesem Gift

unbekannte Wirkstoffe

Giftigkeitsgrad: schwach giftig - gefährlich giftig Latenzzeit: verschieden Symptome: diverse Beschwerden Behandlung: hier handelt es sich um diverse, z. T. noch wenig erforschte oder unbekannte Gifte, ein Arzt ist in aufzusuchen, ggf. die Gabe von Kohle und/oder Magen-Darm-Entleerung. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Ustalinsäure

Giftigkeitsgrad: giftig Latenzzeit: 0,5 - 3 Stunden Symptome: Spezifischer Hemmstoff der Natrium-Kalium-ATPase. Führt zu heftiger Übelkeit, krampfartigen Bauchschmerzen, explosivem Erbrechen und wässrigem bis blutigem Durchfall. Gefahr der schweren Dehydrierung und des Kreislaufkollapses. Behandlung: Primäre Giftentfernung (Magenspülung, medizinische Kohle), massiver Elektrolyt- und Flüssigkeitsersatz. Symptomatische Therapie gegen Krämpfe und Erbrechen. Kein spezifisches Antidot bekannt. 🔍 Pilze mit diesem Gift

Vinylglycin

Giftigkeitsgrad: stark giftig Latenzzeit: 1 - 4 Stunden Symptome: Eine ungesättigte Aminosäure (L-Vinylglycin), die als irreversibler Enzym-Inhibitor wirkt. Sie blockiert wichtige Stoffwechselenzyme und trägt maßgeblich zur schweren Schädigung der Darm- und Zellschleimhäute bei. Behandlung: Primäre Giftentfernung (Gabe von Aktivkohle), intensiver Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes, ärztliche Überwachung der Organwerte. 🔍 Pilze mit diesem Gift