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Bleiweißer Firnis-Trichterling

(Clitocybe phyllophila)

📖 Lamellenpilze
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Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes
Der Bleiweiße Firnistrichterling ist ein mittelgroßer, auffallend hell gefärbter Pilz, der vor allem durch seine namensgebende Hutoberfläche charakterisiert wird. Diese wirkt wie mit einer weißen, matten Lackschicht (Firnis) überzogen, die im Alter oder bei Berührung aufreißt und den darunterliegenden, eher cremefarbenen oder fleischbräunlichen Grundton preisgibt. Der Hut ist anfangs gewölbt, verflacht aber schnell und wird trichterartig vertieft, oft mit einem welligen Rand. Er wächst gesellig und bildet im Herbst oft beeindruckende Hexenringe in der Laubstreu.
☣ Giftwarnung: Stark Giftig (Muscarin-Syndrom)
Der Pilz enthält hohe Konzentrationen an Muscarin. Bereits kleine Mengen führen zu heftigem Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüchen, Sehstörungen und Atemnot. Bei entsprechender Dosierung oder bei Kindern/geschwächten Personen besteht Lebensgefahr durch Herz-Kreislauf-Versagen.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Saprobiont in der Laub- und Nadelstreu. Bevorzugte Baumpartner (Substratlieferanten) sind Rotbuche, Eiche, Hainbuche sowie im Nadelwald Fichte und Kiefer. Er ist besonders häufig in dicken Laubschichten anzutreffen und fruktifiziert von September bis Dezember.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Firnis-Schicht & Geruch
Kratzen Sie vorsichtig mit dem Fingernagel an der Hutoberfläche: Die weiße "Wachsschicht" lässt sich oft leicht abschieben. Der Geruch ist eigenwillig süßlich-würzig (manchmal an welkende Blumen oder Lebkuchen erinnernd), niemals rein mehlartig wie beim essbaren Mehlpilz.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Clitocybe phyllophila
Weitere Bezeichnungen:
Clitocybe cerussata, Clitocybe pithyophila, Laubfreund-Trichterling, Weißer Trichterling, Bleiweißer Firnistrichterling, Bleiweißer Trichterling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
3.0 cm - 10.0 cm breit; weißlich bis fleischfarben, gelblich, ockerbräunlich; gewölbt bis flach ausgebreitet, Mitte z. T. vertieft, auch mit Buckel, weißlicher Belag auf Hutoberfläche, Hutrand relativ lange eingebogen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen angewachsen bis leicht herablaufend, weißlich, nur mäßig gedrängt stehend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 7.0 cm, max. Stielbreite 1.0 cm; schlank, faserig, hutfarben, Basis mit auffälligem, weißen Myzelfilz (oft auf das Substrat ausgebreitet)
Fleisch:
weiß, wässrig, weich
Geruch:
säuerlich-süß, nach Heu, nach Anis
Geschmack:
mild
Sporen:
weiß bis cremefarben, z. T. mit rosa Farbtönen, inamyloiden, oval
Boden:
Laubstreu, Nadelstreu
Begleitpflanze:
Moose, Waldgräser
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Nadelwald unter Buchen unter Eichen unter Fichten unter Kiefern Mischwald
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
  • Hut: 3–10 cm breit; jung gewölbt, später trichterförmig vertieft; weißlich bis blass cremefarben; Oberfläche wie mit einem Firnis (Reif) überzogen, oft marmoriert oder fleckig.
  • Lamellen: Weißlich bis hell ockerfarben; sehr gedrängt stehend; am Stiel herablaufend.
  • Stiel: Zylindrisch, oft verbogen; zäh-faserig; Basis meist mit weißem Mycelfilz und anhaftendem Laub oder Nadeln.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
FIRNISARTIGER REIF & GERUCH: Das auffälligste Merkmal ist die hygrophane Huthaut, die wie mit einer dünnen Lack- oder Firnisschicht überzogen wirkt. Der Pilz verströmt einen charakteristischen, süßlich-würzigen Geruch (ähnlich wie Anis oder Heu), der jedoch im Alter unangenehm werden kann. Er wächst oft in großen Gruppen oder Hexenringen in der Streu von Laub- und Nadelwäldern.
EXTERNER MEDIENINHALT
Bestimmungs-Video: Bleiweißer Firnistrichterling im Porträt (YouTube)
Hinweis: Dieses Video stammt von einem Drittanbieter auf YouTube und ist kein Angebot von Mushroom-Toxin.de.

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