Der Erlengrübling (Gyrodon lividus) besitzt einen 3–12 cm breiten Hut, der anfangs gewölbt und später flach ausgebreitet ist. Die Farbe reicht von blassgelb über ockerfarben bis hin zu strohgelb. Ein markantes Merkmal sind die sehr kurzen, weitlöcherigen Röhren, die deutlich am Stiel herablaufen und sich bei Druck schmutzig blau-grün verfärben.
🍄 Kulinarik: Essbar (minderwertig)
Der Pilz gilt als essbar, wird jedoch aufgrund seines weichen, schnell matschigen Fleisches und des eher faden Geschmacks als minderwertig eingestuft.
Zubereitungstipp: Falls er verwendet wird, sollten nur sehr junge, feste Exemplare gesammelt werden. Da er beim Kochen stark schleimt, ist er höchstens als Füllpilz in Mischpilzgerichten geeignet.
⚠ Status & Seltenheit
In Deutschland ist der Erlengrübling nicht flächendeckend häufig und wird in vielen Bundesländern auf der Vorwarnliste (V) oder sogar als gefährdet (RL 3) geführt, da sein Lebensraum (feuchte Erlenbrüche) zunehmend schwindet.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Mykorrhizapilz, der streng an Erlen (Alnus) gebunden ist. Man findet ihn in Erlenbrüchen, Auwäldern oder an feuchten Bachufern, oft direkt im Moos oder auf nackter Erde unter Erlen. Erscheinungszeit: August bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Labyrinthartige Röhren & Substrat Die Kombination aus dem Standort unter Erlen und den extrem kurzen, herablaufenden Röhren macht ihn fast unverwechselbar. Die Poren sind meist unregelmäßig eckig bis fast labyrinthartig geformt. Beim Anschnitt blaut das Fleisch im Hutbereich meist nur schwach und unregelmäßig.
Sammler-Berichte
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