Der Hain-Schneckling (Hygrophorus nemoreus) ist ein kräftiger, fleischiger Pilz mit einem 4–10 cm breiten Hut. Die Oberfläche ist nicht schleimig, sondern fein eingewachsen faserig und von fleisch-ockerner bis zimtoranger Farbe. Die Lamellen sind blass cremefarben mit einem lachsfarbenen Schein und laufen deutlich am Stiel herab.
🍄 Kulinarik: Essbar
Ein guter Speisepilz mit festem Fleisch und einem angenehmen, leicht mehlartigen Geruch.
Zubereitungstipp: Aufgrund seines festen Fleisches eignet er sich hervorragend zum Braten. Er behält seine Struktur gut bei und gibt Mischpilzgerichten eine feine, nussige Note.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland wird die Art bundesweit in der Rote Liste (RL 3 - Gefährdet) geführt. Er ist ein Indikator für alte, naturnahe Laubwaldstrukturen und sollte deshalb geschont werden.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Mykorrhizapilz, der bevorzugt bei Eichen (Quercus) und Buchen (Fagus) auf kalkhaltigen Böden vorkommt. Man findet ihn in lichten Laubwäldern und an Waldrändern. Erscheinungszeit: September bis November.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Trockener Hut & Mehlgeruch Wichtigstes Merkmal innerhalb der Schnecklinge ist der trockene, nicht schleimige Hut und der schwache, aber deutliche Mehlgeruch beim Zerreiben der Lamellen. Die Stielspitze ist oft fein weißlich bereift.
Sammler-Berichte
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