Der Zweisporige Goldnabeling (Haasiella venustissima) ist ein kleiner, aber prachtvoller Pilz mit einem 1–3 cm breiten Hut. Die Farbe ist ein extrem leuchtendes Zinnober- bis Rotorange. Der Hut ist anfangs gewölbt, senkt sich aber schnell nabelingsartig in der Mitte ein. Die Lamellen sind ebenfalls lebhaft orange, stehen eher entfernt und laufen deutlich am Stiel herab.
🍄 Kulinarik: Ungenießbar Aufgrund seiner extremen Seltenheit und der geringen Größe besitzt der Pilz keinen Speisewert. Er ist ein reiner Naturschutz-Fall und sollte keinesfalls entnommen werden.
⚠ Status & Seltenheit: In Deutschland ist der Goldnabeling extrem selten und wird in der Rote Liste (RL 1 - Vom Aussterben bedroht) geführt. In vielen Regionen ist er seit Jahrzehnten verschollen.
🍂 Ökologie & Erscheinen: Ein lignicoler Saprobiont, der auf faulendem bzw. morschem Laubholz wächst, insbesondere auf liegenden Ästen, Holzresten und Baumstümpfen. Er kommt auch in Laubwäldern, Parkanlagen und an Waldrändern vor. Erscheinungszeit: Oktober bis März.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Leuchtfarbe & Nabelform
Achten Sie auf die Kombination aus zinnoberorangen Farben am gesamten Fruchtkörper und der genabelten Hutform. Mikroskopisch ist er durch seine zweisporigen Basidien und rosa angehauchte Sporen (in Masse) eindeutig von ähnlichen Nabelingen unterscheidbar.
1.0 cm - 3.0 cm breit; orange-orangegelb; jung gewölbt, dann niedergedrückt, alt trichterförmig, Oberfläche feucht klebrig, Hutfarbe im Alter etwas ausblassend, Hutrand im Alter wellig und gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen weit am Stiel herablaufend, entfernt stehend, orangfarben, teilweise gegabelt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 4.0 cm, max. Stielbreite 0.5 cm; orangefarben, schorfig-schuppig, jung ausgestopft, schon bald hohl, Basis mit weißem Myzel
Fleisch:
weißlich-orange
Geruch:
seifig-mehlig
Geschmack:
mild
Sporen:
weiß (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop gelblich; Größe: 6,0–8,0 x 3,8–6,0 µm (Q-Wert: ca. 1,2–1,6), breit ellipsoid bis subglobos, warzig, mäßig dickwandig, mit einem oder mehreren kleinen Öltröpfchen; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid (teils schwach dextrinoid tendierend), KOH-Reaktion unauffällig.
Boden:
totes Holz, morschiges Holz
Begleitpflanze:
Kalk-Moose, Zitronen-Thymian, Sonnenröschen
Vorkommen / Fundorte:
an / auf Baumstümpfenauf LaubholzresteLaubholz
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Hut: 1–3 cm breit, intensiv goldorange bis ocker-orange, trichterförmig vertieft (nabelartig), Oberfläche fein filzig bis schuppig.
✔Lamellen: Hell orange-gelblich, am Stiel herablaufend, entfernt stehend.
✔Stiel: Farblich dem Hut angepasst, zylindrisch, schlank.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
BESTIMMUNGSTIPP:
Die markante goldorange Färbung und die fein schuppige Hutoberfläche machen diesen kleinen Pilz in seinem Habitat gut bestimmmbar.
Sammler-Berichte
Noch keine Kommentare vorhanden.