Der Riesen-Krempenritterling (Leucopaxillus giganteus) ist eine imposante Erscheinung, der bevorzugt auf ungedüngten Wiesen, Weiden oder an Waldrändern in großen Hexenringen wächst. Sein trichterförmiger Hut kann gigantische Ausmaße von 10–40 cm annehmen und ist im jungen Stadium am Rand stark eingerollt (eingerollter Saum). Die Farbe ist weißlich bis blass cremefarben. Trotz seiner Verwandtschaft zu den Ritterlingen wurde er aufgrund seiner Größe oft mit den Kremplingen verglichen, ist aber ein eigenständiger Kraftprotz der Wiesen.
🍄 Kulinarik: Essbar
Der Speisewert wird allgemein als gut bezeichnet, das Fleisch ist fest und ergiebig.
Kulinarik-Hinweis: Manche Personen reagieren mit individuellen Unverträglichkeiten (Magen-Darm-Beschwerden). Anfänger sollten nur kleine Mengen probieren. Zudem sollten nur junge, weiße Exemplare gesammelt werden, da ältere Fruchtkörper oft zäh und bitter schmecken.
🍬 Vitalpilz-Aspekt: Natürliches Antibiotikum
Er enthält den Wirkstoff Clitocybin, welcher antibiotische Eigenschaften besitzt und auf seine Anti-Tumor-Wirkung hin untersucht wird. Er gilt daher auch als potenzieller Vitalpilz.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland mäßig häufig, regional jedoch rückläufig durch Überdüngung von Wiesen. Er gilt aktuell als ungefährdet.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont auf Magerwiesen, Weiden, Friedhöfen oder in lichten Laubwäldern. Er liebt kalkhaltige Böden und bildet oft beeindruckende Hexenringe, die das Graswachstum beeinflussen können. Erscheinungszeit: Juli bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Größe und Lamellen Enorme Größe und eng stehende, herablaufende Lamellen, die sich nicht leicht vom Fleisch ablösen lassen (Unterschied zum Krempling). Der Geruch ist angenehm pilzig bis schwach mehlartig. Der Hutrand bleibt lange eingerollt.
Sammler-Berichte
Noch keine Kommentare vorhanden.