Der Kurzstielige Weichritterling (Melanoleuca brevipes) ist ein robuster Erdbewohner, der häufig in Gärten, Parkanlagen, auf Kompostplätzen oder an Waldrändern zu finden ist. Sein Hut ist meist graubraun bis umbrabraun gefärbt und kann eine beachtliche Breite von 4–12 cm erreichen, während der Stiel auffällig kurz, dick und oft zur Basis hin knollig verdickt ist. Das Fleisch ist im Hut weißlich und im Stiel meist etwas dunkler bräunlich gefärbt. Da er stickstoffreiche Böden liebt, tritt er oft an Standorten auf, die vom Menschen beeinflusst sind.
🍄 Kulinarik: Essbar (Durchschnittlich)
Obwohl er als essbar gilt, wird sein kulinarischer Wert sehr unterschiedlich beurteilt. In einer Mischpilzpfanne kann er als Füllpilz verwendet werden, ist aber kein Delikatesspilz.
Kulinarik-Hinweis: Das Fleisch ist zwar fest und ergiebig, der Eigengeschmack wird jedoch oft als eher fade oder leicht muffig beschrieben. Nur junge Exemplare verwenden, da das Stielfleisch schnell zäh wird.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland weit verbreitet und häufig. Er gilt aktuell als ungefährdet.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont auf stickstoffreichen Böden (nitrophil). Vorkommen in Gärten, Parks, auf Ödland oder Rindenmulch. Erscheinungszeit: April bis Juni sowie September bis November.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Proportionen prüfen Das markanteste Merkmal ist das Verhältnis von Stiel zu Hut: Der Stiel wirkt oft fast "gestaucht" und ist häufig kürzer als der Hutdurchmesser breit ist. Im Gegensatz zu echten Ritterlingen haben Weichritterlinge keine Burggraben-Lamellen, sondern die Lamellen sind meist gerade am Stiel angewachsen oder laufen minimal daran herab.
Sammler-Berichte
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