Das Nadelstreu-Käsepilzchen (Marasmius bulliardii) ist ein winziger Pilz mit einem Hutdurchmesser von nur 0,2–0,7 cm. Der Hut ist weißlich bis blass cremefarben, hat oft eine kleine dunkle Vertiefung in der Mitte und ist bis zum Zentrum tief gefurcht (gerippt). Er sitzt auf einem haardünnen, harten und schwarzen Stiel, der lediglich an der Spitze unter dem Hut weißlich aufgehellt ist.
🍄 Kulinarik: Ungenießbar/unbedeutend
Aufgrund der winzigen Fruchtkörper und des Fehlens jeglicher Substanz ist dieser Pilz für die Küche völlig bedeutungslos.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland ist die Art verbreitet, wird aber wegen ihrer Winzigkeit extrem oft übersehen. Er gilt aktuell als ungefährdet.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont, der auf herabgefallenen Blättern oder Nadeln wächst. Trotz des Namens findet man ihn sehr häufig in der Laubstreu (besonders unter Eichen oder Buchen), seltener in Nadelwäldern. Er bevorzugt feuchte, schattige Stellen. Erscheinungszeit: Juni bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Kollarium & Stiel Ein wichtiges Merkmal ist das Kollarium: Die Lamellen sind nicht direkt am Stiel angewachsen, sondern an einem kleinen, freien Ring, der den Stiel umschließt. Der Stiel selbst entspringt oft einem schwarzen, fädigen Myzel (Rhizomorphen), das wie schwarze Haare in der Streu liegt.
Sammler-Berichte
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