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Niedergedrückter Rötling

(Entoloma rhodopolium)

📖 Lamellenpilze
📷 Pilzbilder

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Speisewert: giftiggiftig
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes

Der Niedergedrückte Rötling (Entoloma rhodopolium) ist ein häufiger Bewohner von Laubwäldern mit einem Hutdurchmesser von 5–12 cm. Er zeigt eine starke Bindung zur Rotbuche. Sein Erscheinungsbild ist unauffällig: Der Hut ist glatt, seidig glänzend und variiert zwischen graubraun und blass horngrau. Ein typisches Merkmal ist die Hygrophanität – bei Trockenheit blasst der Hut von der Mitte her deutlich aus. Die Lamellen färben sich mit der Sporenreife schmutzig-rosa.

☠ Giftwarnung: Giftig!
Der Niedergedrückte Rötling verursacht heftige Magen-Darm-Vergiftungen.
  • Symptome: Starkes Erbrechen, Durchfall und schmerzhafte Bauchkrämpfe treten meist 1 bis 4 Stunden nach dem Verzehr auf.
  • Gefahr: Aufgrund seiner Unscheinbarkeit wird er oft mit essbaren Trichterlingen oder Ritterlingen verwechselt. Er ist kein Speisepilz!
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland in kalkreichen Laubwäldern sehr häufig. Er gilt als ungefährdet.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont, der bevorzugt in der Laubstreu unter Rotbuchen auf kalkhaltigen oder basenreichen Böden wächst. Erscheinungszeit: August bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Geruch & Abgrenzung
Achten Sie auf den Geruch: Er riecht meist schwach mehlig oder unbedeutend. Der sehr ähnliche Alkalische Rötling (Entoloma nidorosum) riecht dagegen stechend nach Lauge oder Ammoniak. Wichtig: Die Lamellen sind bei Rötlingen oft unregelmäßig (ausgebuchtet) angewachsen.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Entoloma rhodopolium
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
5.0 cm - 12.0 cm breit; graubraun, hellgrau, hellbeige; anfangs gewölbt, dann ausgebreitet, eingedellt, alt niedergedrückt, stark flatterig verbogen, hygrophan, teilweise fein radial gefurcht, fettig anzufühlen, Rand nach unten gebogen und am Saum etwa 2mm überstehend
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen am Stiel ausgebuchtet angewachsen, jung hell graubraun, später lachsrosa, häufig wellig, dicht stehend, breit
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 12.0 cm, max. Stielbreite 1.0 cm; weiß bis hellgelblich, hohl, längsstreifig
Fleisch:
weißlich, weich, im Stiel faserig
Geruch:
unbedeutend, schwach mehlartig
Geschmack:
mild
Sporen:
schmutzig rosa, eckig, dickwandig
Boden:
feuchter Boden, Kalkboden
Begleitpflanze:
Sauerklee, Waldmeister, Wald-Segge, Wald-Bingelkraut
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Mischwald unter Buchen unter Eichen Parkanlagen
Doppelgänger:
VORSICHT: Doppelgänger & Verwechslungen

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