Wichtiger Hinweis: Optische Bestimmungshilfe – Keine Verzehrfreigabe!
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Mutterkorn ist eine der gefährlichsten Giftquellen im Pflanzenreich. Der Pilz ersetzt die Getreidekörner durch seine sogenannten Sklerotien – harte, dunkle, hörnchenförmige Dauerformen, die aus der Ähre herausragen. Diese enthalten hochwirksame Alkaloide (Ergotamine), die stark gefäßverengend wirken und zu Halluzinationen sowie zum Absterben von Gliedmaßen führen können. Dank moderner Reinigungsverfahren im Müllereiwesen ist die Gefahr im Handel heute minimal, doch auf Wildwiesen oder biologisch unkontrollierten Flächen bleibt er eine tödliche Gefahr.
☣ LEBENSGEFAHR - Extrem Giftig: Mutterkorn ist hochgradig tödlich. Bereits geringste Mengen (ca. 5 bis 10 Gramm frisches Mutterkorn) können für einen Erwachsenen zum Tode führen.
❗ Warnung: Das Gift Ergotamin ist hitzestabil; Backen oder Kochen macht den Pilz nicht ungiftig. Es gibt kein bekanntes Gegengift, die Behandlung erfolgt rein symptomatisch. Niemals berühren oder gar kosten!
🔬 Bestimmungs-Tipp: Das "Hörnchen" Achten Sie auf Getreideähren oder Wildgräser: Wenn statt eines Korns ein dunkelviolettes bis schwarzes, gebogenes Gebilde (1–4 cm lang) herauswächst, handelt es sich um Mutterkorn. Innen ist das Sklerotium hell-weißlich bis violett angehaucht.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Claviceps purpurea
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
0.0 cm - 0.0 cm breit; Schwarz-violett, dunkelbraun bis bläulich-schwarz; kein echter Hut; bildet ein kornähnliches, oft gebogenes, hartes Dauergebilde (Sklerotium), das anstelle eines Getreidekorns aus der Ähre ragt und bis zu 4 cm lang sein kann. Innen ist es weißlich-rosa.
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
keine Hutunterseite vorhanden
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 0.0 cm, max. Stielbreite 0.0 cm; Im Ährenstadium kein Stiel sichtbar. Nach dem Überwintern am Boden wachsen aus dem Sklerotium winzige, gestielte Köpfchen aus (Nebenfruchtform).
Fleisch:
Fest, zäh, im Inneren hell (weißlich bis blassviolett).
Geruch:
unbeutend bis leicht fischig
Geschmack:
süßlich bis unangenehm
Sporen:
weiß bis blass gelblich (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop hyalin; Größe: 20,0–110,0 x 1,0–1,5 µm (Q-Wert: ca. 20,0–80,0), sehr lang fadenförmig (filiform) bis schmal zylindrisch, oft in viele kleine Teilsporen (Sekundärsporen) zerfallend, glatt, dünnwandig, mehrfach septiert; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion unauffällig.
Boden:
keine Angabe
Begleitpflanze:
Weizen, Gerste, Wildgräser
Vorkommen / Fundorte:
Wiese / grasige Plätzeauf Getreide
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Erscheinung: Die sogenannten Sklerotien (Dauermyzel) wachsen als
dunkle, 1–2 cm lange Gebilde
aus den Ähren der Gräser hervor [00:01:58].
✔Farbe: Dunkel-violett, purpurn, braun bis schwarz [00:02:03].
⚠ Giftwarnung
HOCHGIFTIG:
Der Verzehr ist lebensgefährlich. Ergotismus führt zu qualvollen Symptomen wie Durchblutungsstörungen, Absterben von Extremitäten, Halluzinationen und Tod durch Atemlähmung [00:17:47], [00:18:14]. Unter gar keinen Umständen konsumieren! [00:00:23]
Sammler-Berichte
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