Wichtiger Hinweis: Optische Bestimmungshilfe – Keine Verzehrfreigabe!
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Der Burgundertrüffel ist botanisch eng mit dem Sommertrüffel verwandt, zeichnet sich jedoch durch eine dunkelbraune bis schokoladenfarbene Gleba (Fruchtfleisch) und ein wesentlich intensiveres Aroma aus. Während der Sommertrüffel im hellen Sonnenlicht reift, bevorzugt die Burgunder-Variante schattigere, feuchtere Standorte und reift erst im Herbst bis in den Winter hinein. Dieser spezifische Fund stammt aus den italienischen Abruzzen, einer Kalksteinregion, die für ihre hohe Trüffelqualität bekannt ist.
🍳 Kulinarik: Ein Herbstgedicht Im Gegensatz zum extrem teuren Perigord-Trüffel hat der Burgundertrüffel ein nussig-erdiges Aroma, das hitzeempfindlich ist.
Zubereitung: Niemals mitkochen! Den Trüffel immer erst ganz zum Schluss hauchdünn über das fertige, noch heiße Gericht hobeln. Die Wärme der Speise reicht aus, um das Aroma freizusetzen.
Partner: Perfekt zu fettreicher Pasta (Butter/Sahne), Rühreier, Kartoffelpüree oder Risotto. Fett ist der Geschmacksträger für das Trüffelaroma.
Lagerung: In einem Schraubglas mit Reis oder Eiern (die das Aroma annehmen) im Kühlschrank lagern und binnen weniger Tage verbrauchen.
⚠ Rechtlicher Hinweis (Deutschland) Während der Handel mit Trüffeln aus Italien (wie diesem Exemplar) oder Frankreich völlig legal ist, steht die Art in Deutschland unter strengem Naturschutz (BArtSchV). Das Sammeln von wilden Trüffeln ist in Deutschland ohne Sondergenehmigung verboten.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Tuber uncinatum
Weitere Bezeichnungen:
Uncinato-Trüffel, Uncinato Trüffel, Herbsttrüffel
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 15.0 cm breit; schwarz, schwarzbraun; knollenförmig bis rundlich; die Oberfläche (Peridie) ist mit harten, groben, 4- bis 6-seitigen pyramidenförmigen Warzen bedeckt
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
nicht vorhanden; der Fruchtkörper wächst als unterirdische Knolle
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 0.0 cm, max. Stielbreite 0.0 cm; kein Stiel vorhanden
Fleisch:
zuerst weißlich, bei Reife dunkelbraun bis schokoladenbraun mit einer feinen, weißen, labyrinthartigen Äderung
Geruch:
pilzig, nussig
Geschmack:
nussig
Sporen:
braun (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop gelbbraun bis dunkelbraun; Größe: 25,0–45,0 x 20,0–35,0 µm exklusive Ornament (Q-Wert: ca. 1,1–1,4), breit ellipsoid bis kugelig, auffällig netzartig-stachelig ornamentiert (mit netzartig verbundenen, haken- oder dornförmigen Auswüchsen), dickwandig, mit großen Öltröpfchen; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion unauffällig
Sammler-Berichte
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