Wichtiger Hinweis: Optische Bestimmungshilfe – Keine Verzehrfreigabe!
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Frontalansicht. Hier sieht man zwei entscheidende Merkmale für die Bestimmung dieser Art Rotfußröhrlinge. Einmal sehen wir einen rot punktierten Stiel. Beim Gemeinen Rotfußröhrling ist dieser eher rötlich überstreift. Zweiter Punkt ist die samtige Huthaut, die nicht oder nur wenig aufreißt.
Blick auf die Hutunterseite. Hier sehen wir ein Drittes, deutliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Rotfußröhrlingen. Der Schamm bzw. Poren sind (hier Jungzustand) leuchtend gelb, im Alter verfärben sie sich ins olivgebliche und sind nicht ausgebuchtet sondern eher gerade, meist leicht herablaufend angewachsen.
Der Bereifte Rotfußröhrling (auch Stattlicher Rotfußröhrling) ist der "Edelstein" unter den Filzröhrlingen. Er zeichnet sich durch ein außergewöhnlich festes, gelbes Fleisch aus, das deutlich langsamer als bei seinen Verwandten verdirbt. Sein Hut ist oft düster blutrot bis schwarzbraun gefärbt und zeigt bei jungen Exemplaren eine namensgebende, feine "Bereifung", die wie Puder wirkt. Ein markantes Merkmal ist das extrem langsame Bläuen des Fleisches im Anschnitt – oft dauert es viele Minuten, bis eine dezente Reaktion eintritt. Er ist ein typischer Spätherbstpilz, der oft noch dann zu finden ist, wenn andere Röhrlinge bereits verschwunden sind.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Er gilt als der beste Speisepilz unter den Rotfußröhrlingen. Sein Fleisch bleibt beim Garen bissfest und hat ein angenehm mild-nussiges Aroma.
🍲 Kulinarik-Tipp: Da er deutlich seltener madig ist als der Gemeine Rotfußröhrling, eignet er sich hervorragend zum Trocknen oder für große Mischpilzgerichte. Er nimmt in der Pfanne weniger Fett auf als seine schwammigeren Verwandten.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Geduld beim Anschnitt Um ihn sicher zu identifizieren, machen Sie den Längsschnitt: Das Fleisch in der Stielbasis ist satt chromgelb. Warten Sie bis zu 10 Minuten – wenn es dann nur ganz schwach blaut, ist die Bestimmung sicher.
3.0 cm - 12.0 cm breit; dunkelbraun, Kastanienbraun, oft mit leichtem purpurnem oder olivfarbenem Unterton; ein samtig-matt, jung oft wie mit Reif überzogen (weißlich-grauer Schimmer). Im Gegensatz zum Gemeinen Rotfußröhrling reißt die Huthaut seltener felderig auf
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Röhren jung leuchtend gelb, im Alter olivgelb. Auf Druck nur schwach blauend, am Stiel angewachsen und meist leicht herablaufend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 10.0 cm, max. Stielbreite 3.0 cm; zylindrisch bis leicht bauchig, fest, gelblich, im unteren Teil oft rötlich überlaufen oder punktiert
Fleisch:
fest, im Hut hellgelb, in der Stielbasis intensiv gelb. Im Anschnitt kaum oder nur sehr verzögert blauend
Geruch:
pilzig, leicht säuerlich
Geschmack:
leicht säuerlich
Sporen:
olivbraun (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop blass olivbraun bis braun; Größe: 11,0–15,0 x 4,5–6,0 µm (Q-Wert: ca. 2,2–2,7), fusiform bis länglich-ellipsoid, glatt, mäßig dickwandig, mit einem oder mehreren Öltröpfchen; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion unauffällig.
✔Hut: Dunkelbraun bis fast schwarzbraun, Oberfläche fein silbrig bereift (besonders jung); die Huthaut reißt seltener felderig auf als beim Gemeinen Rotfuß.
✔Röhren: Jung leuchtend gelb, später olivgelb; auf Druck nur schwach blauend.
✔Stiel: Meist gelb mit rötlicher Basis, im Vergleich zu anderen Filzröhrlingen deutlich fester und starrer.
✔Fleisch: Fest, im Schnitt intensiv gelb; blaut nur sehr langsam und schwach (wichtiges Merkmal gegenüber dem Gemeinen Rotfuß).
Sammler-Berichte
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