Ein durchgeschnittener Strubbelkopfröhrling. Deutlich zu erkennen ist die schwärzliche Verfärbung; wobei der Pilz sich meist zuerst rötlich und dann erst schwärzlich verfärbt.
Der Gemeine Strubbelkopf ist ein außergewöhnlicher Mykorrhizapilz, der vor allem in naturnahen Laubwäldern bei Buchen und Eichen vorkommt. Sein markantestes Merkmal ist der Hut, der mit groben, weichen, grauschwarzen Wollschuppen bedeckt ist und ihm das Aussehen eines Tannenzapfens verleiht. Das Fleisch ist im jungen Zustand weißlich, läuft aber bei Verletzung sofort lachsrosa bis rötlich an und verfärbt sich später über Grau bis hin zu tiefem Schwarz. Auch die Röhren an der Unterseite zeigen diese typische Verfärbung bei Druck. Er gilt als Zeigerart für wertvolle Waldstandorte und ist in vielen Regionen rückläufig.
🍲 Kulinarik & Verwendung: Der Strubbelkopf ist essbar, gilt aber als minderwertig.
❗ Grund: Sein Fleisch ist zäh und hat einen muffigen, erdigen Beigeschmack. Da er zudem selten ist und auf der Roten Liste steht, sollte er aus Naturschutzgründen unbedingt im Wald gelassen werden.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Die "Schwarz-Reaktion" Wenn Sie unsicher sind, ritzen Sie die Röhren oder den Stiel leicht an. Die Farbkombination aus Rosa-Rötlich nach Rußig-Schwarz in Verbindung mit den groben Hutschuppen macht diesen Pilz in Europa nahzu unverwechselbar.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Strobilomyces strobilaceus
Weitere Bezeichnungen:
Strubbelkopfröhrling, Strubbelkopf-Röhrling, S. floccopus, Schwarzer Schuppenröhrling, Gemeiner Strubbelkopfröhrling, Strobilomyces strobila
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
4.0 cm - 15.0 cm breit; grau; jung halbkugelig, später gewölbt bis abgeflacht, mit grauschwarzen Schuppen bedeckt, Rand fasrig.
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Röhren bis 3 cm lang, am Stiel angewachsen und etwas herablaufend. Anfangs sind die Röhren weißgrau und später dunkelgrau
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 15.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; zylindrisch, oft gebogen, fest, grob flockig-fransig, schmutzig grau-braun
Fleisch:
graußweiß, beim Durchschneiden erst rötend, dann schwärzend
Geruch:
unbedeutend bis erdig
Geschmack:
unangenehm
Sporen:
schwarzbraun; Größe: 9,0–14,5 x 7,0–11,0 µm (Q-Wert: ca. 1,1–1,3), subglobos bis breit ellipsoid; Ornament: stark netzartig (retikat) mit groben Leisten und Stacheln; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid (oder schwach dextrinoid je nach Quelle), KOH-Reaktion inaktiv
Sammler-Berichte
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