Blick auf die Hutunterseite. Die weißlichen Lamellen sind relativ dicht stehend und am Stiel angewachsen bis leicht herablaufend. Stellenweise lassen sich auch Gabelungen erkennen.
Der Grasgrüne Birken-Täubling macht seinem Namen alle Ehre: Sein Hut leuchtet in verschiedenen Grüntönen – von blass-grasgrün bis hin zu oliv- oder graugrün. Die Hutmitte ist oft etwas dunkler und häufig leicht bräunlich oder rostfleckig punktiert. Typisch für Täublinge ist das spr&öde Fleisch, das wie Kreide bricht, ohne zu fasern oder Milch abzugeben. Er ist ein strenger Mykorrhiza-Partner der Birke und daher fast nur in deren unmittelbarer Nähe zu finden – dabei teilt er sich den Standort auffallend oft mit dem Fliegenpilz, der dieselbe Vorliebe für Birken hat.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Ein guter Speisepilz, der jedoch zwingend gut durchgegart werden muss. Roh oder ungenügend erhitzt kann er Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Er sollte mindestens 15 Minuten bei ausreichender Hitze zubereitet werden. Sein Fleisch hat eine angenehme, feste Konsistenz.
🍲 Zubereitungstipp: Der Geschmack ist mild und angenehm nussig. Er eignet sich hervorragend für Mischpilzgerichte. Tipp: Bei feuchtem Wetter ist die Huthaut klebrig und lässt sich leicht abziehen, was bei älteren Exemplaren für eine bessere Textur im Gericht sorgt.
☣ LEBENSGEFAHR: Verwechslung mit Knollenblätterpilzen! Grüne Täublinge werden oft mit dem tödlich giftigen Grünen Knollenblätterpilz verwechselt. Wichtigste Unterschiede: Täublinge haben niemals einen Ring und niemals eine Scheide an der Stielbasis. Zudem bricht ihr Fleisch körnig-spröde wie ein Apfel und niemals faserig.
4.0 cm - 10.0 cm breit; grau-, oliv- bis grasgrün; jung gewölbt, später ausgebreitet mit niedergedrückter Mitte, Oberfläche glatt, schmierig, glänzend, in der Mitte oft dunkler, Rand mehr oder weniger gefurcht
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
dicht stehend, gegabelt, jung weiß, alt cremefarben, oft braun fleckend, am Stiel leicht herablaufend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 8.0 cm, max. Stielbreite 2.5 cm; weiß, längsgerieft, gegen die Basis oft braunfleckig
Fleisch:
jung fest, weiß, brüchig, spröde
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
mild, Lamellen etwas scharf
Sporen:
blass cremefarben; Größe: 6,5–8,5 x 5,5–7,0 µm (Q-Wert: ca. 1,1–1,3), breit ellipsoid bis ellipsoid; Ornament: warzig bis stachelig mit feinen verbindenden Graten (teilweise netzig verbunden), mäßig dickwandig; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz amyloid (Warte warzig/stachelig und Plage schwarzblau anreagierend), KOH-Reaktion inaktiv.
Boden:
nährstoffarmer Boden
Begleitpflanze:
Heidekraut, Pfeifengras
Vorkommen / Fundorte:
unter BirkenGärtenParkanlagenMischwaldLaubwald
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Hut: 4-10 cm breit; grasgrün, olivgrün bis graugrün; Mitte oft dunkler; Haut bis zur Hälfte abziehbar; Rand im Alter leicht geriebt.
✔Lamellen: Jung weiß, später cremegelblich; stehen recht dicht; spröde (splittern bei Druck); oft mit rostigen Flecken im Alter.
✔Fleisch: Weiß; fest, im Alter weicher; Geruch unbedeutend; Geschmack mild (in den Lamellen junger Pilze manchmal leicht schärflich).
Sammler-Berichte
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