Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen stehen insgesamt sehr dicht und sind weißlich bis cremefarben; stellenweise auch mit ockernen Farbtönen. Was man hier leider nicht erkennen kann ist, dass die Lamellen am Stiel nicht angewachsen sind.
Blick von oben auf die Hutoberfläche. Bei diesem Exemplar haben es einzelne Schuppen sogar bis in Richtung Hutrand geschafft; wobei die Anordnung etwas sternförmig ist. Gut zu erkennen ist auch die borstige Hutoberfläche.
Der Sternschuppige Riesenschirmpilz ist ein graziler Verwandter des bekannten Parasols. Sein markantestes Merkmal ist die Hutoberfläche: Die braune Hauthaut reißt vom Rand her sternförmig auf, sodass im Zentrum eine zusammenhängende, dunkle Scheibe bleibt, während zum Rand hin das weiße Fleisch sichtbar wird. Im Gegensatz zum großen Parasol ist sein Stiel meist weniger stark genattert, sondern eher fein bräunlich punktiert oder fast glatt. Er bevorzugt lichte Wälder, Waldränder und grasige Plätze, wobei er deutlich kleinere Fruchtkörper ausbildet als seine riesigen Verwandten.
🍳 Kulinarik & Vorbereitung Ein ausgezeichneter Speisepilz mit nussigem Aroma.
Zubereitung: Die Hüte eignen sich hervorragend zum Panieren und Braten ("Pilzschnitzel").
Stiel: Wie bei allen Riesenschirmlingen ist der Stiel zäh und holzig. Er sollte entfernt werden, kann aber getrocknet und zu Pilzpulver verarbeitet werden.
Hinweis: Nur die Hüte verwenden und diese gut durchbraten.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Der Ring-Test Prüfen Sie den Ring am Stiel: Er muss beim Sternschuppigen Riesenschirmpilz (wie beim Parasol) verschiebbar sein. Lässt er sich nicht bewegen oder ist er angewachsen, könnte es sich um einen giftigen Schirmling handeln!
5.0 cm - 15.0 cm breit; weiß, grau bis graubräunlich überfasert; erst paukenschlegelartig, jung kegelig bis glockig, später gewölbt bis flach, gebuckelt mit brauner oder dunkler Scheibe in der Mitte, gegen außen sternförmig und sehr grobschollig in Schuppen aufbrechend, borstig, Hutrand z. T. mit Velumresten behangen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen frei, weiß oder cremefarben, z. T. leicht ocker, dicht stehend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 20.0 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; fein bräunlich genattert, weißlich mit bräunlichen Fasern, Ring einfach (z. T. aber auch doppelt), Basis zwiebelig knollig
Fleisch:
weiß, zart, füllig, weich, in der Stielrinde schwach rötend oder dunkel werdend
Geruch:
leicht nussartig
Geschmack:
leicht nussartig
Sporen:
weiß, unter dem Mikroskop hyalin (durchsichtig); Größe: 12,0–17,0 x 7,5–9,5 µm (Q-Wert: ca. 1,5–1,8), ellipsoid bis länglich-ellipsoid; Ornament: glatt, dickwandig; Keimporus: deutlicher, stumpfer Keimporus an der Apikalspitze vorhanden; Chemische Reaktionen: Sporen in Melzers Reagenz dextrinoid (rötlich-braun anreagierend), KOH-Reaktion inaktiv.
Boden:
Kalkboden
Begleitpflanze:
Echter Wurmfarn, Wald-Edbeere, Ruprechtskraut, Glatthafer
✔Hut: 5-15 cm breit; jung eiförmig, dann ausgebreitet mit Buckel; die braune Oberhaut reißt sternförmig auf und lässt die weißliche Untergrundfarbe großflächig frei; Mitte bleibt meist geschlossen braun.
✔Lamellen: Weiß bis cremeweiß; stehen dicht; frei vom Stiel (mit Kollar).
✔Stiel: Schlank; fein natterig oder fast glatt; mit einem verschiebbaren Ring; Basis knollig verdickt; Fleisch läuft bei Verletzung nicht oder nur minimal rötlich an.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
STERNSTRUKTUR & RING:
Sein markantestes Merkmal ist die Hutdeckschicht, die im Gegensatz zum Parasol oft in **wenigen, großen, sternförmig angeordneten Lappen** aufreißt. Wie alle Riesenschirmlinge besitzt er einen verschiebbaren Ring und einen Stiel, der deutlich länger als der Hutdurchmesser ist.
Sammler-Berichte
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