Ansicht von schräg oben. Die Färbung des Fruchtkörpers ist violett-bräunlich. Da der Pilz noch im Wachstum ist, sind die Spitzen weißlich gefärbt.
Der Stinkende Warzenpilz ist ein korallenartig verzweigter Erdpilz, der vor allem in Nadelwäldern auf sandigen Böden zu finden ist. Seine Zweige sind flach gedrückt, oft fächerförmig verbreitert und enden in weißlichen Spitzen. Die Farbe variiert von graubraun bis hin zu dunklem Schokoladenbraun. Das markanteste Merkmal ist jedoch der penetrante Geruch nach faulendem Kohl oder Knoblauch, der besonders beim Zerreiben oder bei feuchtem Wetter wahrnehmbar ist. Er geht eine Mykorrhiza mit Nadelbäumen ein und wächst oft direkt aus der Nadelstreu.
☠Speisewert & Kulinarik Der Stinkende Warzenpilz ist kein Speisepilz.
Eignung: Er gilt als ungenießbar. Sein extrem unangenehmer Geruch und die zähe, lederartige Konsistenz schließen eine Verwendung in der Küche völlig aus.
Hinweis: Selbst beim Trocknen verliert der Pilz seinen üblen Geruch oft nicht vollständig, was ihn zu einem der unangenehmsten Funde im Wald macht.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Geruchstest Wenn Sie eine braune, korallenartige Struktur am Boden finden, führen Sie vorsichtig eine Geruchsprobe durch. Der Geruch nach verfaultem Gemüse ist bei dieser Art so spezifisch, dass Verwechslungen mit echten Korallenpilzen (Ramaria) schnell ausgeschlossen werden können.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Telephora palmata
Weitere Bezeichnungen:
Stinkende Lederkoralle, Stinkender Erdwarzenpilz
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 8.0 cm breit; violett-braun bis dunkelbraun; korallenartig verzweigt, strunkartig, Äste senkrecht stehend,
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
keine Hutunterseite vorhanden
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 12.0 cm, max. Stielbreite 0.5 cm; Stiel geht in Verästelungen über und ist gleichermaßen gefärbt, ein bis zweimal geteilt, meist abgeflacht, einige mm breit, Enden weißlich
Fleisch:
lederartig, zäh, schwarzbräunlich
Geruch:
nach faulendem Kohl
Geschmack:
unangenehm
Sporen:
dunkel purpurbraun bis braun (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop blass bräunlich bis purpurbraun (nicht hyalin, da pigmentiert); Größe: 8,0–12,0 x 7,0–9,0 µm (Q-Wert: ca. 1,1–1,4), unregelmäßig eckig-knotig bis gelappt; Ornament: grob warzig bis stachelig (mit deutlichen, oft spitzen Warzen oder Stacheln), dickwandig; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid (oder schwach dextrinoid je nach Reifegrad), KOH-Reaktion bräunlich.
✘Fruchtkörper: 2-12 cm hoch; korallenartig verzweigt; Zweige flach gedrückt mit fächerförmigen Spitzen; Farbe graubraun, purpurbraun bis schokoladenbraun; Spitzen oft heller oder weißlich bereift.
✘Fleisch: Braun; sehr zäh und lederartig; verfärbt sich mit Kalilauge (KOH) sofort schwarz.
✘Geruch: Extrem penetrant nach **verfaulendem Kohl** oder altem Käse, besonders im Alter oder beim Antrocknen deutlich wahrnehmbar.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
GESTANK & KORALLENFORM:
Er sieht auf den ersten Blick wie eine dunkle Koralle aus, ist aber viel zäher und elastischer als echte Korallenpilze. Sein unverkennbares Merkmal ist der **widerliche Geruch**, der oft schon aus einiger Entfernung wahrnehmbar ist. Er wächst meist gesellig am Boden in Nadelwäldern.
Sammler-Berichte
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