Ansicht von oben. Die Hutfarbe ist hier graubräunlich. Gut zu erkennen ist der Buckel in der Hutmitte und der stark geriefte Rand. An der Basis lässt sich auch die häutige Volva erkennen.
Frontalansicht auf den Hut. Dieses Exemplar hat eine deutlichere Graufärbung. Schwer zu übersehen ist der Buckel in der Hutmitte und die Riefung am Rand.
Ansicht von schräg oben auf ein junges Exemplar. Die Hutform ist in diesem Stadium noch kegelig-glockig. Die Riefung am Rand ist aber schon zu erkennen.
Der Graue Scheidenstreifling ist ein graziler Pilz, der durch seinen silbergrauen bis bleigrauen Hut auffällt. Ein wichtiges Merkmal ist der deutlich geriefte Hutrand und das Fehlen eines Rings (Manschette) am Stiel. Der Stiel ist hohl, zerbrechlich und entspringt an der Basis einer hohen, häutigen Scheide (Volva), die oft tief im Boden steckt. Obwohl er häufig in Nadelwäldern anzutreffen ist, kommt er auch in Laubmischwäldern vor. In der Systematik wird er heute oft als Artengruppe betrachtet, da es mehrere sehr ähnliche graue Formen gibt.
🍳 Kulinarik & Zubereitung Der Graue Scheidenstreifling ist essbar, erfordert aber Beachtung:
Wichtiger Hinweis: Wie alle Wulstlinge ist er im Rohzustand giftig und muss gut durchgegart werden (mind. 15-20 Minuten), um die enthaltenen Hämolysine zu zerstören.
Geschmack: Das Fleisch ist dünn und zerbrechlich, besitzt aber einen angenehm milden, leicht nussigen Geschmack. Er eignet sich gut für Mischpilzgerichte.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Ring & Riefung Prüfen Sie immer zwei Merkmale: 1. Der Stiel darf keinen Ring haben. 2. Der Hutrand muss deutlich gestreift sein. Fehlt die Riefung oder ist ein Ring vorhanden, besteht Lebensgefahr durch Verwechslung mit Knollenblätterpilzen!
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Amanita vaginata
Weitere Bezeichnungen:
Grauer Streifling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
3.0 cm - 10.0 cm breit; hellgrau, dunkelgrau, graubraun, selten weiß; jung kegelig-glockig, später flach ausgebreitet, mit Buckel, Oberfläche feucht leicht schmierig, meist ohne Velumreste, Rand stark gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen frei, weiß, gedrängt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 15.0 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; schlank, nach oben verjüngt, röhrig-hohl, brüchig, ohne Ring, weiß bis blassgrau, mal mehr mal weniger genattert oder auch sehr feinflockig, Volva weißlich und häutig
Fleisch:
weiß, weich, brüchig
Geruch:
geruchlos
Geschmack:
mild
Mikroskopische Aufnahme: Sporen von Grauer Scheidenstreifling
weiß (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop hyalin (durchsichtig); Größe: 10,0–13,0 x 9,0–12,0 µm (Q-Wert: ca. 1,0–1,1), kugelig bis subkugelig; Ornament: glatt, dünn- bis mäßig dickwandig; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid (nicht amyloid), KOH-Reaktion inaktiv.
✔Hut: 3-10 cm breit; bleigrau bis silbergrau; glatt (meist ohne Velumreste); Rand deutlich und tief **gerieft (gestreift)**.
✔Lamellen: Rein weiß; stehen dicht; frei vom Stiel; Schneiden manchmal fein flockig.
✔Stiel: Weißlich bis blassgrau; hohl; zerbrechlich; kein Ring vorhanden; Basis steckt in einer hohen, weißen, **lappigen Scheide (Volva)**.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
GEREIFTER RAND & SCHEIDE:
Das Fehlen eines Rings am Stiel in Kombination mit dem tief gerieften Hutrand und der deutlichen, sackartigen Scheide an der Basis macht ihn gut erkennbar. Er ist in allen Teilen eher schmächtig und zerbrechlich gebaut.
Sammler-Berichte
Noch keine Kommentare vorhanden.