Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Pilz erscheint komplett in weißlichen Farbtönen. Die Oberfläche des Hutes ist samtig, der Hutrand ist wellig verbogen.
Blick auf ein liegendes Exemplar. Deutlich zu erkennen ist der eingebogene Hutrand. Die Lamellen sind in diesem Alter noch eher weißlich und gedrängt und laufen bereits am Stiel deutlich herab. Der Stiel ist nach oben verbreitert.
Der Mehl-Räsling ist ein kräftiger, fleischiger Pilz mit einer auffällig matt-weißen, fast wie bereift wirkenden Hutoberfläche. Ein wichtiges Merkmal sind die Lamellen, die weit am Stiel herablaufen und sich bei Reife durch das Sporenpulver zart rosa verfärben. Das Fleisch ist sehr brüchig und weich. Das absolut herausragende Kennzeichen ist jedoch der extrem starke Geruch nach frischem Mehl oder Gurkenschale, der schon beim bloßen Anfassen des Pilzes wahrnehmbar ist. Er ist ein klassischer Begleiter von Steinpilzen und Pfifferlingen, da er ähnliche Standortansprüche hat.
🍳 Kulinarik & Zubereitung Der Mehl-Räsling ist ein ausgezeichneter Speisepilz mit feinem Aroma.
Geschmack: Er besitzt ein mildes, mehlartiges Aroma, das beim Erhitzen sehr angenehm wird. Er ist sehr ergiebig und fleischig.
Zubereitung: Aufgrund seines weichen Fleisches sollte er nicht zu lange geschmort werden. Er eignet sich hervorragend für Pilzpfannen oder als Solopilz in Butter ausgebacken.
Vorsicht: Nur sammeln, wenn man ihn zu 100% sicher von giftigen weißen Trichternlingen (die meist zäher sind und anders riechen) unterscheiden kann!
🔬 Bestimmungs-Tipp: Geruch & Bruch Achten Sie auf zwei Dinge: 1. Der Pilz muss intensiv nach Mehl riechen. 2. Das Fleisch muss sehr leicht brechen (nicht elastisch). Drücken Sie die Lamellen: Sie sollten sich nach einiger Zeit durch das rosa Sporenpulver verfärben.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Clitopilus prunulus
Weitere Bezeichnungen:
Mehlräsling, Mehlpilz
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
3.0 cm - 10.0 cm breit; weiß, cremefarben, grauweiß; anfangs halbkugelig, fleischig, später gewölbt, auch vertieft bis trichterförmig, Oberfläche bereift, samtig, bei Regen schmierig, Rand lange eingebogen, alt wellig verbogen, flatterig
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen weit am Stiel herablaufend, gedrängt, dünn, beige, langsam fleischrosa verfärbend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 6.0 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; kurz und dick, nach oben verbreitert, oft exzentrisch stehend, voll, weiß, Basis weißfilzig
✔Hut: 3-10 cm breit; weiß bis hellgrau; Oberfläche matt, fein-filzig (wie Wildleder); Rand oft unregelmäßig verbogen und lange eingerollt.
✔Lamellen: Weißlich, im Alter durch das Sporenpulver deutlich rosa; weit am Stiel herablaufend; leicht vom Hutfleisch ablösbar.
✔Stiel: Weißlich; oft kurz und exzentrisch (nicht mittig) angewachsen; kein Ring vorhanden; Fleisch sehr weich und brüchig.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
MEHLGERUCH & ROSA LAMELLEN:
Sein unverkennbares Merkmal ist der extrem starke Geruch nach **frischem Mehl oder Gurkenschalen**. Zudem verfärben sich die herablaufenden Lamellen bei Reife durch das Sporenpulver zartrosa. Das Fleisch ist auffallend weich und fast "wattig-brüchig".
Sammler-Berichte
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