Frontalansicht auf ein junges Exemplar. Die Hutform ist noch kugelig und die Farbe ist weitgehend bräunlich. Jedoch ist der Hut gerade dabei aufzubrechen.
Blick von schräg oben auf ganz junge Exemplare. Die Huthaut ist noch durchgängig bräunlich und bricht noch nicht auf und ist auch noch nicht schuppig. Die Fruchtkörper wachsen regelrecht aus Knollen.
Der Garten-Riesenschirmling ist ein stattlicher Pilz, der durch seine großen, braunen Schuppen auf hellem Grund auffällt. Er ist eng mit dem Parasol verwandt, unterscheidet sich aber durch zwei wesentliche Merkmale: Erstens läuft sein Fleisch bei Verletzung sofort kräftig safranorange bis blutrot an (daher der Name Safranschirmling). Zweitens ist sein Stiel glatt und weist niemals die für den Parasol typische dunkle Natterung auf. Die Varietät bohemica bevorzugt extrem stickstoffreiche Standorte wie Kompostplätze, Gartenbeete oder Gewächshäuser. Ein weiteres Kennzeichen ist die oft knollig verdickte Stielbasis, die häufig scharf abgesetzt oder gerandet wirkt.
☠Giftigkeit & Symptome Dieser Pilz ist giftig und löst ein schweres Magen-Darm-Syndrom aus.
Symptome: Heftiges Erbrechen, krampfartige Bauchschmerzen und teils blutige Durchfälle. Die Reaktion setzt meist 1 bis 4 Stunden nach der Mahlzeit ein.
Gefahr: Aufgrund des massiven Flüssigkeitsverlusts besteht besonders für Kinder, ältere Menschen oder geschwächte Personen Lebensgefahr durch Kreislaufkollaps.
Hinweis: Auch wenn manche Personen den Pilz scheinbar vertragen, ist er aufgrund der unvorhersehbaren Giftkonzentration strikt zu meiden.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Standort & Stiel Vorsicht bei Schirmlingen im Garten oder auf Kompost! Prüfen Sie den Stiel: Ist er glatt (ohne Natterung) und läuft das Fleisch bei Anschnitt rot an? Dann handelt es sich um einen Safranschirmling. Wächst dieser dann noch an einem gedüngten Ort, ist die Vergiftungsgefahr extrem hoch.
10.0 cm - 25.0 cm breit; mittel- bis dunkelbraun; jung kugelig, später gewölbt bis flach ausgebreitet, im Randbereich aufbrechend in schuppig-sternförmiger Form, Schuppen konzentrisch angeordnet und etwas abstehend
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen weiß bis schmutzig weiß, alt z. T. auch bräunlich (matschig werdend)
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 7.0 cm, max. Stielbreite 3.0 cm; blass bis hellbraun, relativ kurz, ungenattert, relativ gedrungen, mit dicker und erdbehafteter Knolle, Ring doppelt gerandet, im Schnitt rötend
✔Hut: 10-25 cm breit; jung kugelig, dann schirmartig; auf hellem Grund mit großen, groben, braunen Schuppen bedeckt; Mitte bleibt meist glatt und dunkelbraun.
✔Lamellen: Weiß bis cremefarben; bei Berührung deutlich safranrot bis braunrot anlaufend; frei vom Stiel.
✔Stiel: Glatt (nicht genattert!); weißlich bis bräunlich; Basis mit einer auffallend abgesetzten, gerandeten Knolle; Ring ist verschiebbar und doppelt angelegt.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
GLATTER STIEL & RÖTEN:
Im Gegensatz zum Parasol ist sein Stiel völlig glatt (keine Natterung). Das Fleisch läuft bei Verletzung sofort kräftig safranrot an. Die sehr große, fast tellerartige Knolle an der Stielbasis ist ein weiteres sicheres Erkennungsmerkmal dieser Varietät.
Sammler-Berichte
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