Frontalansicht auf mehrere Exemplare. Erkennbar sind die graue/graubraune Hutoberfläche sowie die Radialfasern. Der Pilz wächst immer auf Holz - dieses auch in der Erde vergraben sein kann.
Ansicht von schräg oben auf die Hutoberfläche auf ein Exemplar im jungen bis mittleren Altersstadium. Gut zu erkennen sind auch hier die eingewachsenen Radialfasern.
Der Breitblättrige Rübling ist ein typischer Sommer- und Herbstpilz, der in Laub- und Nadelwäldern direkt an oder über vergrabenem Totholz wächst. Sein Hut ist grau-braun, radialfaserig und kann im Alter am Rand oft einreißen. Besonders ist sein "Versorgungssystem": Zieht man den Pilz vorsichtig aus dem Boden, erkennt man an der Stielbasis kräftige, weiße Schnüre (Rhizomorphen), die wie kleine Wurzeln tief in das morsche Holz führen. Die Lamellen sind namensgebend sehr breit, stehen relativ entfernt und sind am Stiel meist ausgebuchtet angewachsen.
⚠ Achtung: Unverträglich & Schwach giftig Obwohl er in manchen älteren Büchern noch als Speisepilz aufgeführt wird, gilt heute eine dringende Warnung vor dem Verzehr. Er verursacht bei vielen Menschen heftige Magen-Darm-Störungen mit Übelkeit und Erbrechen. Da die individuelle Reaktion sehr unterschiedlich ausfallen kann und der Pilz ohnehin keinen hohen kulinarischen Wert besitzt, ist er konsequent als Giftpilz einzustufen.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Kein Speisepilz Aufgrund der dokumentierten Vergiftungserscheinungen hat dieser Pilz in der Küche nichts zu suchen. Sein Fleisch ist zudem eher dünn und besitzt keinen nennenswerten Eigengeschmack, der das Risiko einer Unverträglichkeit rechtfertigen würde. In der Natur erfüllt er jedoch eine wichtige Rolle als Holzzersetzer.
5.0 cm - 15.0 cm breit; graubraun, hell olivbräunlich, auch schmutzig weißlich; anfangs halbkugelig bis glockig, später ausgebreitet, oft flach gebuckelt, Oberfläche glatt, eingewachsen radialfasrig, z. T. auch schuppig aufgerissen, bei Trockenheit vom Rand her oft strahlig aufgerissen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen sind ausgebuchtet angeheftet, entfernt stehend, blassweißlich, cremefarben bis ockerlich
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 15.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; zylindrisch, zäh, jung voll, bald hohl, erst schmutzig weiß, später blassgrau, faserig gestreift, Basis mit langen, weißen Myzelsträngen
Fleisch:
dünn, weiß
Geruch:
muffig
Geschmack:
mild
Sporen:
weiß; Größe: 7,0–10,0 x 5,0–7,0 µm (Q-Wert: ca. 1,2–1,5), breit ellipsoid bis subglobos (oft leicht tropfenförmig); Ornament: glatt, dünnwandig, hyalin, enthält oft einen großen Öltropfen; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.
Boden:
Holz
Begleitpflanze:
Heidelbeere
Vorkommen / Fundorte:
LaubholzNadelholzan / auf Baumstümpfenauf Laubholzresten
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Hut: Bis 15 cm breit, grau-braun bis oliv-grau; Oberfläche radialfaserig und oft bei Trockenheit eingerissen.
✔Lamellen: Weißlich, auffallend breit und entfernt stehend; am Stiel meist ausgebuchtet angewachsen.
✔Stiel: Längsfaserig, zäh, weißlich bis grau-braun; an der Basis mit dicken, weißen Myzelsträngen (Rhizomorphen).
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Entscheidendstes Merkmal:
MYZELSTRÄNGE & SPOREN: Die kräftigen, weißen Rhizomorphen an der Stielbasis sind ein Top-Merkmal. Die Sporen sind weiß, **7-10 x 6-8 µm** groß, breit-ellipsoid und färben sich mit Jod **nicht** blau (inamyloid).
Sammler-Berichte
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