Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen stehen mäßig gedrängt, sind z. T. gegabelt und sehr untermischt. Des Weiteren laufen sie am Stiel etwas herab. Die Milch ist weiß bis cremefarben und kann auch minimal gilben.
Der Pfützen-Milchling (Lactarius lacunarum) ist ein kleinerer Milchling mit einem 2–7 cm breiten Hut. Die Farbe ist ein warmes Orangenbraun bis Kupferrot, wobei die Mitte oft dunkler gefärbt ist. Die Oberfläche ist glatt und bei Nässe etwas schmierig. Die Milch ist weiß, verfärbt sich aber langsam (nach ca. 10–20 Sekunden) auf einem weißen Tuch schwach gelblich.
⚠ Speisewert: Ungenießbar Der Pfützen-Milchling besitzt keinen kulinarischen Wert.
Geschmack: Das Fleisch schmeckt zunächst mild, wird aber nach kurzem Kauen deutlich scharf oder bitter.
Qualität: Aufgrund des unangenehmen Geschmacks und der geringen Fleischmasse ist er als Speisepilz ungeeignet.
⚠ Status & Seltenheit: In Deutschland in geeigneten Habitaten zerstreut bis häufig. Er wird oft für andere braun-orange Milchlinge gehalten.
🍂 Ökologie & Erscheinen: Ein spezialisierter Bewohner von Feuchtstellen. Er wächst in Erlenbrüchen, an Teichrändern oder in feuchten Senken unter Erlen, Birken oder Weiden. Erscheinungszeit: Juni bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Standort & Milchreaktion
Achten Sie auf den extrem nassen Standort. Die Milch ist isoliert betrachtet weiß, zeigt aber beim Eintrocknen auf Papier oder einem Taschentuch eine deutliche Gelbverfärbung. Dies unterscheidet ihn vom Milden Milchling, dessen Milch weiß bleibt.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Lactarius lacunarum
Weitere Bezeichnungen:
Pfützen-Milchling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 7.0 cm breit; rotbraun bis fuchsig-orange; jung konvex, dann ausgebreitet-trichterig, zum Rand ockerlich ausblassend, mitte meist etwas dunkler
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen am Stiel angewachsen bis etwas herablaufend, mäßig gedrängt stehend, gegabelt, viele unterschiedlich lange Zwischenlamellen, blasser als der Hut, blass ocker bis blass orange
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 6.0 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; rötlichbraun bis orange, ziemlich kurz, zur Basis hin dunkler
Fleisch:
dünn, brüchig, Milch weiß bis cremefarben, z. T. ganz leicht gilbend
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
erst mild, später schwach schärflich bis bitter
Sporen:
cremegelb, breit elliptisch bis fast kugelig, deutlich warzig-gratig ornamentiert
✘Hut: 2–7 cm breit; flach gewölbt, im Alter trichterartig vertieft, oft mit kleinem Buckel; orangebraun bis lebhaft fuchsig-braun; Oberfläche glatt, bei Nässe etwas schmierig.
✘Lamellen: Hellbeige bis blass orangebräunlich; meist untermischt; am Stiel angewachsen oder leicht herablaufend.
✘Milch: Weiß; mild oder nach einiger Zeit leicht schärflich; charakteristisch ist das langsame Gilben beim Eintrocknen auf einem weißen Taschentuch.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
NAME & STANDORT:
Der Pfützenmilchling trägt seinen Namen zu Recht: Er wächst bevorzugt an extrem feuchten Stellen, wie in austrocknenden Pfützen, Gräben oder an Ufern unter Erlen, Pappeln, Weiden oder Eichen. Er ist ein Saprobiont oder Mykorrhizapilz, der feuchte, oft schlammige Böden benötigt. Verwechslungen sind mit anderen orangebraunen Milchlingen (z.B. dem Milden Milchling) möglich, wobei der Standort hier ein wichtiger Hinweis ist.
Sammler-Berichte
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