Ansicht von leicht schräg oben auf mehrere Exemplare. Die Hüte zeigen sich in gelblichen bis ockerlichen Farbtönen. Die Stiele zeigen häufig einen bläulichen bis violettlichen Schimmer.
Blick auf die Hutunterseite. Die dicht stehenden, ausgebuchtet angewachsenen Lamellen sind anfangs violettlich, später graubräunlich. Die Lamellenschneiden sind etwas kantig-wellig und heller.
Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Typisch für den Buchen-Klumpfuß sind die auffälligen (fast haarigen) Velumresten an Stiel und Hutunterseite, die vom Sporenpulver meist rostfarben verfärbt sind.
Der Buchen-Klumpfuß (Cortinarius anserinus) ist ein kräftiger Blätterpilz mit einem 5 bis 12 cm breiten Hut. Die Erscheindung ist typisch für Klumpfüße: Ein gelb-ockerfarbener bis honiggelber Hut trifft auf blass-violette Lamellen. Der Stiel ist weißlich bis hellgelb und besitzt an der Basis eine markante, gerandete Knolle. Ein feiner, spinnwebartiger Schleier (Cortina) schützt bei jungen Pilzen die Lamellen.
🍄 Kulinarik: Kein Speisepilz / Ungenießbar Obwohl er nicht als giftig gilt, ist der Buchen-Klumpfuß kein Speisepilz. Da viele Schleierlinge schwer unterscheidbare, hochgiftige Doppelgänger haben (z. B. den Orangefuchsigen Rauhkopf), sollte von der Gattung Cortinarius kulinarisch generell Abstand genommen werden.
🍂 Ökologie & Erscheinen: Er ist ein strenger Mykorrhizapartner der Rotbuche (Fagus sylvatica). Man findet ihn bevorzugt auf kalkhaltigen Böden in Laubwäldern. Die Fruchtkörper erscheinen von August bis November.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Geruch & Knolle
Achten Sie auf den Geruch: Er duftet auffällig fruchtig, oft verglichen mit Pflaumenmus oder Mirabellen. Zusammen mit der scharf gerandeten Knolle und dem Vorkommen unter Buchen auf Kalk ist er gut bestimmbar. Die Cortina hinterlässt am Stiel oft eine bräunliche Zone durch das herabfallende Sporenpulver.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Cortinarius anserinus
Weitere Bezeichnungen:
Buchenklumpfuß, Buchenklumpfuss
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
5.0 cm - 15.0 cm breit; blass strohgelb, ledergelblich, olivocker; jung halbkugelig, später gewölbt, Oberfläche klebrig, zum Rand hin eingewachsen radialfaserig, Rand lange eingerollt, mit weißlich-violetten Schleierresten bedeckt (durch Sporenpulver oft rostbräunlich gefärbt)
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen am Stiel ausgebuchtet, gedrängt, jung violettlich, zuletzt graubraun
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 10.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; lange weiß-bläulich, von unten zur Spitze hin weiß ausblassend, oft mit rostbräunlichem Velum überzogen, voll, Basis deutlich knollig verdickt
Fleisch:
im Hut und Stielknolle weißlich, im Stiel violettlich
Geruch:
fruchtig
Geschmack:
bitter (insb. die Huthaut)
Sporen:
rostbräunlich, zitronenförmig, grobwarzig
Boden:
Kalkboden
Begleitpflanze:
Wald-Erdbeere
Vorkommen / Fundorte:
Laubwaldunter Buchen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✘Hut: Bis 15 cm breit; gelbbräunlich bis ocker-oliv; feucht schmierig, trocken seidig-matt; Huthaut leicht abziehbar.
✘Lamellen: Jung auffallend hellviolett bis blaustichig; im Alter durch das Sporenpulver rostbräunlich verfärbend; gedrängt stehend und ausgebuchtet angewachsen.
✘Stiel: Weißlich mit violetten Tönen (besonders an der Spitze); Basis mit einer deutlich gerandeten Knolle versehen.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
DER FRUCHTIGE SCHLEIERLING:
Der Buchen-Klumpfuß ist ein Mykorrhizapartner der Buche und bevorzugt kalkhaltige Böden. Ein herausragendes Merkmal ist sein intensiv süßlich-fruchtiger Geruch, der stark an Mirabellen oder Aprikosen erinnert. Das Fleisch ist im Hut weißlich und im Stiel sowie unter der Huthaut violett-bläulich gefärbt. Er gilt als theoretisch essbar, sollte jedoch aufgrund seiner relativen Seltenheit und der schwierigen Abgrenzung innerhalb der Gattung der Schleierlinge geschont werden.
Sammler-Berichte
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