Blick auf mehrere Exemplare von leicht schräg oben. Zu erkennen ist der orangegelbe Hut - ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum (richtigen) Pfifferling.
Klar zu erkennen sind die gedängten, gegabelten und leicht ablaufenden Lamellen. Trotz der Lamellen zählt der Pilz zur Kategorie Röhrenpilze. Warum das so ist... keine Ahnung! Beim richtigen Pfifferling gibt es auch hier farbliche Unterschiede - des weiteren laufen bei ihm die Lamellen (bzw. Leisten) weiter am Stiel herab.
Blick von oben auf die Hutunterseite und den Stiel. Im Vergleich zum (richtigen) Pfifferling lassen sich hier nun klare Unterschiede eindeutig erkennen.
Hutansicht von schräg oben. Gut zu erkennen lässt sich der leichte Filz auf dem Hut. Auch die Hutfärbung lässt sich gut erkennen - die übrigens nur äußerst gering variiert und fast immer gleich ist.
Der Falsche Pfifferling ist ein häufiger Bewohner von Nadelwäldern, wo er meist auf versunkenem Holz oder in der Nadelstreu wächst. Biologisch gesehen ist er höchst interessant: Obwohl er deutlich ausgeprägte Blätter besitzt, gehört er zur Ordnung der Dickröhrlingsartigen (Boletales). Er ist also näher mit dem Steinpilz verwandt als mit dem echten Pfifferling. Sein Hut ist leuchtend orange bis gelborange und oft etwas samtig. Im Gegensatz zum echten Pfifferling ist sein Fleisch deutlich weicher, dünner und biegsamer.
💡 Bestimmungs-Tipp: Lamellen vs. Leisten Das sicherste Unterscheidungsmerkmal zum echten Pfifferling sind die Fruchtblätter: Der Falsche Pfifferling besitzt echte Lamellen, die sich leicht mit dem Messer oder Fingernagel vom Hutfleisch ablösen lassen und sich mehrfach gabeln. Der echte Pfifferling hat dagegen Leisten, die fest mit dem Fleisch verwachsen sind und wie Falten wirken. Zudem ist der Stiel des Falschen Pfifferlings meist dünner und oft dunkler als der Hut.
⚠Kulinarik-Hinweis: Bedingt essbar / Unverträglich Die Speisewert-Angaben schwanken in der Literatur. Während er früher als essbar galt, wird er heute oft als ungenießbar oder schwach giftig geführt. Er kann bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden auslösen und besitzt zudem kaum Eigenaroma. Da er häufig größere Mengen an Schwermetallen speichern kann, wird vom Verzehr allgemein abgeraten.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Hygrophoropsis aurantiaca
Weitere Bezeichnungen:
Orangegelber Gabelblättling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 6.0 cm breit; gelb bis leuchtend orangegelb; anfangs gewölbt, später trichterförmig, wellig verbogen bis flatterig, Oberfläche samt-filzig, trocken glanzlos, alt ausblassend, Rand ist lange eingerollt
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen (Lamellen obwohl er zur Ordnung der Röhrenpilze gehört) herablaufend, gedrängt, zum Hutrand hin gegabelt (wichtiges Erkennungsmerkmal), leuchtend orange
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 6.0 cm, max. Stielbreite 0.8 cm; zylindrisch, abwärts verjüngt, zentral bis etwas exzentrisch, zäh, voll bis hohl, glatt, kahl, orangegelb oder heller
Fleisch:
weich, biegsam, gelblich
Geruch:
unauffällig
Geschmack:
unauffällig
Mikroskopische Aufnahme: Sporen von Falscher Pfifferling
LaubwaldNadelwaldMischwaldunter Fichtenunter Kiefernunter Tannenunter Lärchenunter Buchenunter EichenNadelholzan / auf Baumstümpfen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✘Hut: 2-6 cm breit; auffällig leuchtend orange bis gelborange; Rand lange eingerollt und dünnfleischig; Oberfläche feinfilzig.
✘Lamellen: Echte Lamellen (keine Leisten!), die sich mehrfach gabelig verzweigen; leuchtend orange; am Stiel herablaufend und leicht vom Hutfleisch ablösbar.
✘Stiel: Farblich wie der Hut; eher dünn, oft verbogen und im Alter hohl; elastisch-biegsam.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
GABELIGE LAMELLEN & WEICHE KONSISTENZ:
Der wichtigste Unterschied zum echten Pfifferling sind die **echten Lamellen**, die sich deutlich gabeln und mit dem Fingernagel leicht vom Hut abschieben lassen. Zudem ist das Fleisch des Falschen Pfifferlings eher weich und biegsam, während der echte Pfifferling festes, fast brüchiges Fleisch besitzt.
Sammler-Berichte
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