Ansicht von leicht schräg oben auf zwei Exemplare. Der Hut zeigt sich in bräunlichen Farbtönen (bei Trockenheit auch bis fast weiß, hygrophan). Der Hutrand ist etwas heller und ist durchscheinend gerieft.
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen stehen ziemlich eng und sind am Stiel angewachsen. Jung sind sie cremefarben und werden im alter immer dunkler bis sie schokoladenbraun sind. Oft lässt sich ein lilafarbener Beiton erkennen. Die Schneiden sind weiß gefärbt, was man insbesondere bei alten Exemplaren gut erkennen kann.
Der Schmalblättrige Faserling (Psathyrella spadiceogrisea) ist ein hinfälliger Pilz mit einem 2–8 cm breiten, glockig bis ausgebreiteten Hut. Die Farbe ist stark hygrophan: Feucht wirkt er dunkelbraun bis dattelbraun, trocken hellt er zu einem blassen Grau-Beige oder Ocker auf. Die Lamellen sind sehr schmal, stehen dicht und verfärben sich mit der Sporenreife von graubraun nach dunkelbraun.
🍄 Kulinarik: Essbar Der Pilz ist ungiftig, besitzt jedoch aufgrund seiner geringen Fleischigkeit und extremen Zerbrechlichkeit kaum Speisewert. Hinweis: Große Verwechslungsgefahr mit anderen "kleinen braunen Pilzen" (LBMs), unter denen sich tödlich giftige Arten befinden können.
🍂 Ökologie & Erscheinen: Ein Saprobiont, der auf am Boden liegenden Holzresten, vergrabenem Holz oder humusreichen Böden wächst. Er ist einer der ersten Frühjahrspilze. Erscheinungszeit: März bis Mai (Hauptaspekt), seltener auch im Herbst.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Zerbrechlichkeit & Frühstart
Achten Sie auf den extrem brüchigen, hohlen Stiel und das frühe Erscheinen im Jahr. Im Gegensatz zu vielen anderen Faserlingen hat dieser meist keine deutlichen Velumreste am Hutrand, wenn er aufgeschirmt ist.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Psathyrella spadiceogrisea
Weitere Bezeichnungen:
Früher Mürbling, Früher Faserling, Waldackerling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 8.0 cm breit; feucht: gelbbraun, graubraun, dattelbraun; trocken: beige bis fast weiß; jung kegelig bis glockig, schon bald flach gewölbt, stumpf gebuckelt, hygrophan, Rand durchscheinend gerieft, jung teilweise mit Velumresten
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen am Stiel angewachsen, jung blass cremefarben, dann blassgrau, im Alter schokoladenbraun mit einem schwachen Lilaton, mit Zwischenlamellen, Schneiden weiß bewimpert
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 8.0 cm, max. Stielbreite 0.7 cm; zylindrisch, weiß bis ockerlich, zerbrechlich, hohl, Basis schwach verdickt und weißfilzig
Fleisch:
beige-braun, blass, im Stiel weißlich, dünn, brüchig
Geruch:
schwach pilzartig
Geschmack:
mild, z. T. auch bitter
Sporen:
schwarzbraun, elliptisch, glatt, mit deutlichem Keimport
Boden:
morschiges Holz
Begleitpflanze:
Lippen-Schüsselflechte
Vorkommen / Fundorte:
LaubwaldMischwaldLaubholzan / auf Baumstümpfenauf Laubholzresten
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Hut: 3–6 cm (bis 8 cm) breit; farblich variabel (dunkel- bis ockerbräunlich); geriefter Hutrand; bei jungen Exemplaren mit weißlichen Velumresten behangen.
✔Lamellen: Jung weißlich, später durch das schwarzbräunliche Sporenpulver dunkel verfärbend; Schneiden bleiben länger hell.
✔Stiel: Weißlich bis cremefarben; extrem faserig, dabei aber brüchig und hohl; Basis oft leicht verdickt. Kein Ring.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
BESTIMMUNGSHINWEIS:
Die Gattung der Faserlinge (Psathyrella) ist komplex und variabel. Ein sicheres Merkmal im Frühjahr ist das gesellige Auftreten an Holzresten in Auwäldern. Dennoch gilt: Für Anfänger ist eine Verwechslungsgefahr zu anderen Faserlingsarten groß.
Sammler-Berichte
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