Der Schneeweiße Tintling ist ein spezialisierter Dungbewohner (koprophil), der vor allem auf altem, verwittertem Kuh- oder Pferdedung zu finden ist. Sein gesamter Fruchtkörper ist im jungen Zustand von einer dichten, schneeweißen und kleiig-mehligen Schicht überzogen, die bei Berührung leicht abwischt. Wie fast alle Tintlinge ist er extrem kurzlebig: Er streckt sich meist in der Nacht oder am frühen Morgen und beginnt bereits gegen Mittag, sich von den Rändern her schwarz zu verfärben und tintenartig aufzulösen (Autolyse).
💡 Bestimmungs-Tipp: Das Substrat ist entscheidend Wenn Sie einen rein weißen, zerbrechlichen Tintling direkt auf Dung finden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um diese Art handelt. Er wächst fast nie direkt auf der Erde, es sei denn, dort ist vergrabener Mist vorhanden. Die weiße Hüllschicht ist so ausgeprägt, dass der Pilz fast "gepudert" wirkt.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Bedeutungslos Obwohl er nicht als giftig im klassischen Sinne gilt, besitzt der Schneeweiße Tintling aufgrund seiner Winzigkeit, seiner extremen Zerbrechlichkeit und seines speziellen Standorts (Dung) keinen Speisewert. Zudem besteht bei vielen Tintlingen die Gefahr von Unverträglichkeiten in Verbindung mit Alkohol (Coprin-Syndrom).
✘Hut: 1-4 cm breit; erst eiförmig, dann glockig; schneeweiß; dicht mit mehligen, kleiigen Flocken besetzt, die bei Berührung leicht abwischen.
✘Lamellen: Erst weiß, dann grau und im Alter schwarz zerfließend (tintig); stehen sehr dicht.
✘Stiel: 4-10 cm lang; sehr zerbrechlich und hohl; weißlich; ebenfalls wie der Hut weiß-flockig bereift.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
SCHNEEWEISSE FLOCKEN & DUNG-STANDORT:
Er ist durch seine rein weiße, mehlige Bestäubung und das Wachstum direkt auf Dung (meist Pferdedung) sehr gut charakterisiert. Er ist deutlich kräftiger als der ähnliche Zarte Tintling und behält seine weiße Farbe länger bei, bevor er von der Basis her schwarz zu zerfließen beginnt.
Sammler-Berichte
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