Blick auf die Hutunterseite. Stiel und Lamellen sind in etwa gleich gefärbt. Die Färbung kann hierbei von cremefarben bis blass fleischfarben reichen.
Der Goldflüssige Milchling ist ein spezialisierter Mykorrhizapartner der Eiche und kommt daher bevorzugt in wärmebegünstigten Laubwäldern vor. Sein Hut ist blass fleischfarben bis lachs-orange und oft hübsch konzentrisch gezont oder gefleckt. Das spektakulärste Merkmal ist seine Milch: Sie tritt rein weiß aus und verfärbt sich innerhalb weniger Sekunden intensiv goldgelb. Dieser Prozess lässt sich besonders gut beobachten, wenn man die Milch auf ein weißes Papiertaschentuch tropft.
⚠Einschätzung: Ungenießbar bis giftig Obwohl er in manchen Regionen nach spezieller Behandlung (Wässern/Salzen) verzehrt wird, gilt er in Mitteleuropa als ungenießbar oder schwach giftig. Die Milch schmeckt anfangs mild, wird aber schnell brennend scharf und bitter. Der Verzehr führt häufig zu Magen-Darm-Beschwerden (Harztraubensyndrom).
💡 Bestimmungs-Tipp: Die Sekunden-Reaktion Achten Sie auf das Tempo der Verfärbung: Während andere Milchlinge oft Minuten brauchen, um gelb zu werden, geschieht dies beim Goldflüssigen Milchling fast augenblicklich. In Verbindung mit dem Standort unter Eichen ist er damit sicher bestimmt.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Lactarius chrysorheus
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
3.0 cm - 8.0 cm breit; variabel von hell orangegelb, schmutzig ocker bis hin zu orange-fleischfarben; anfangs flach gewölbt-ausgebreitet, dann niedergedrückt, Oberfläche glatt, bei feuchter Witterung schmierig, oft mit dunkleren Zonen oder mit unregelmäßigen, wässrigen Flecken, besonders zum Rand hin, Rand anfangs eingebogen, alt unregelmäßig verbogen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen am Stiel angewachsen oder etwas herablaufend, gedrängt, untermischt, jung creme-weißlich
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 7.0 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; zylindrisch, voll, später hohl, weißlich bis blass fleischfarben
Fleisch:
zerbrechlich, weißlich, Milch an verletzten Stellen reichlich vorhanden, zuerst weiß, nach wenigen Sekunden schwefelgelb, Geschmack der Milch ist erst mild, danach bitter und zuletzt brennend scharf
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
scharf
Sporen:
cremefarben bis blass ocker (Sporenpulver); Größe: 7,0–9,0 x 5,5–7,0 µm (Q-Wert: ca. 1,2–1,4), breit ellipsoid; Ornament: mit isolierten Warzen und feinen Leisten, die ein unvollständiges netzartiges Muster bilden (amyloides Ornament); Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz amyloid (Sporenornament schwarz-blau anfärbend), KOH-Reaktion inaktiv.
Boden:
saurer Boden
Begleitpflanze:
keine Angabe
Vorkommen / Fundorte:
LaubwaldMischwaldunter Kastanienunter Eichen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✘Hut: 3-8 cm breit; blassorange, lachsfarben bis ocker-fleischfarben; deutlich konzentrisch gezont oder gefleckt; Oberfläche glatt, bei Nässe etwas schmierig.
✘Lamellen: Weißlich bis hellgelblich; stehen dicht; am Stiel angewachsen; bei Verletzung tritt weiße Milch aus, die sich binnen Sekunden leuchtend schwefelgelb verfärbt.
✘Fleisch: Weißlich; im Schnitt ebenfalls schnell gelb anlaufend; Geruch schwach fruchtig; Geschmack sofort **brennend scharf**.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
GELBVERFÄRBUNG & EICHENWALD:
Das markanteste Feldmerkmal ist die weiße Milch, die sich an der Luft (oder auf einem Papiertaschentuch) in Sekundenschnelle intensiv gold- bis schwefelgelb verfärbt. Er wächst streng als Mykorrhizapartner von Eichen auf sauren Böden.
Sammler-Berichte
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