Blick auf ein liegendes Exemplar. Die (reichlich vorhandene) Milch ist weiß, wird aber schnell grau. Der Stiel ist graugrün und heller als der Hut. Die Lamellen sind weiß, angewachsen und etwas herablaufend.
Ansicht von leicht schräg oben auf ein weitgehend ausgewachsenes Exemplar. Erkennbar sind die graugrüne Hutoberfläche sowie die deutliche Vertiefung in der Mitte des Hutes.
Der Graugrüne Milchling ist ein häufiger Pilz in Buchenwäldern. Sein Hut ist meist blass olivgrau bis graugrün gefärbt, oft mit dunkleren Flecken, die fast wie kleine Wassertropfen wirken können (guttuliert). Die Oberfläche ist bei Feuchtigkeit sehr schleimig und klebrig. Die reichlich vorhandene weiße Milch trocknet auf den Lamellen graugrünlich ein, was dem Pilz seinen Namen verleiht. Er ist ein wichtiger Mykorrhizapartner der Rotbuche und kaum in anderen Waldtypen zu finden.
🔬 Varietäten und Systematik Der oft als eigene Art geführte Braunfleckende Milchling wird heute von vielen Autoren lediglich als Varietät des Graugrünen Milchlings angesehen. Die Übergänge in der Hutfarbe von blassgrau bis olivbräunlich sind fließend und hängen stark von Standortfaktoren ab.
⚠Speisewert: Ungenießbar Aufgrund seines brennend scharfen Geschmacks und der enthaltenen Terpene ist der Pilz ungenießbar. Der Verzehr führt zu heftigen Reizungen der Magen-Darm-Schleimhäute.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Lactarius blennius
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
4.0 cm - 10.0 cm breit; grün-olivgrün, graubraun; gewölbt-ausgebreitet, Mitte frühzeitig vertieft, Oberfläche bei feuchter Witterung schleimig-schmierig, glänzend, meist mehr oder weniger konzentrisch angeordnete, dunklere Flecken, vor allem im Randbereich, Rand anfangs eingerollt, lange eingebogen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen angewachsen, herablaufend, dicht stehend, anfangs fast weiß, alt blass rahmgelb, an Druckstellen grauend, z. T. mit verhärteten, graugrünen Milchtröpfchen
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 6.0 cm, max. Stielbreite 1.6 cm; ausgestopft, später hohl, blass graugrünlich, heller als der Hut, schmierig
Fleisch:
fest, weiß, reichlich Milch, beim Eintrocknen grauend, Geschmack zuerst mild, dann scharf
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
scharf
Mikroskopische Aufnahme: Sporen von Graugrüner Milchling
cremefarben bis blass ocker (Sporenpulver); Größe: 7,0–9,0 x 6,0–7,5 µm (Q-Wert: ca. 1,1–1,3), fast kugelig bis breit ellipsoid; Ornament: mit kleinen Warzen und gratigen Leisten, die ein unvollständiges netzartiges Muster bilden (amyloides Ornament); Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz amyloid (Sporenornament schwarz-blau anfärbend), KOH-Reaktion inaktiv.
✘Hut: 4-10 cm breit; olivgrau, graugrün bis grünlich-braun; Oberfläche bei Feuchtigkeit sehr schleimig-klebrig; oft mit dunkleren, konzentrischen Fleckenzonen; Rand lange eingerollt.
✘Lamellen: Weißlich bis blasscreme; stehen sehr dicht; bei Verletzung tritt weiße Milch aus, die beim Eintrocknen schmutzig olivgrau verfärbt.
✘Stiel: Meist etwas blasser als der Hut; glatt, bei Nässe schmierig; hohl; zylindrisch oder zur Basis hin verjüngt.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
SCHLEIMIGER GRÜNHUT & BRENNENDE SCHÄRFE:
Die Kombination aus dem schmutzig olivgrünen, sehr schleimigen Hut und dem Vorkommen unter Rotbuchen ist charakteristisch. Die weiße Milch schmeckt sofort extrem brennend scharf, was ihn als Speisepilz völlig unbrauchbar macht.
Sammler-Berichte
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