Ansicht auf ein liegendes Exemplar. Die Stielspitze ist satt rosa gefärbt. Die graurosanen Lamellen verfärben sich hierbei immer mehr ins violett-bräunliche.
Ansicht auf die Hutunterseite. Gut zu erkennen sind die grau-rosanen, dicht stehenden Lamellen, die am Stiel nicht angewachsen sind. Der Stiel ist hohl.
Der Dünnfleischige Anischampignon ist ein eleganter Bewohner unserer Nadel- und Mischwälder. Sein Hut ist anfangs halbkugelig und später ausgebreitet, wobei die Oberfläche glatt und seidig-weiß erscheint. Bei Berührung läuft er charakteristisch gelb an. Ein unverkennbares Merkmal ist sein intensiver Duft nach Anis oder frischen Mandeln. Er besitzt einen schlanken Stiel mit einer knolligen Basis und einem häutigen, hängenden Ring. Im Gegensatz zum Wiesenchampignon bevorzugt er schattige Standorte tief im Wald, oft direkt in der Nadelstreu.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Hervorragender Speisepilz Dieser Pilz gilt als einer der feinsten Speisepilze unter den Champignons. Sein zartes Aroma bleibt auch beim Garen erhalten. Da er jedoch im Wald wächst, neigt er dazu, Cadmium anzureichern. Er sollte daher, wie alle Waldpilze, in moderaten Mengen genossen werden.
⚠ Verwechslungsgefahr: Die Gelbfärbung prüfen Achtung beim Gilben! Der essbare Anischampignon riecht nach Anis. Der giftige Karbol-Champignon gilbt ebenfalls (besonders intensiv an der Stielbasis), riecht aber unangenehm nach Tinte oder Krankenhaus (Karbol). Zudem verfärbt sich das Fleisch des Karbol-Champignons beim Kochen leuchtend gelb.
🍳 Zubereitungstipp: Das feine Aroma bewahren Da der Anischampignon ein sehr dezentes, edles Mandelaroma besitzt, sollte er nicht zu scharf angebraten werden.
Beste Methode: Kurz in etwas Butter dünsten, damit der Eigengeschmack nicht von Röstaromen überdeckt wird.
Tipp: Er eignet sich hervorragend für helle Sahnesoßen zu Geflügel oder Pasta.
Hinweis: Die gelbe Verfärbung beim Anschnitt ist völlig harmlos und verschwindet beim Garen meist in ein dezentes Beige.
5.0 cm - 12.0 cm breit; cremeweiß; jung halbkugelig-konisch, später ausgebreitet, Oberfläche matt, seidig-fasrig, bei Druck gilbend, später braungelb verfärbend, Haut teilweise abziehbar, Rand mal mehr, mal weniger behangen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen frei, dicht stehend, jung grauweißlich, dann blassrosa bis graurosa, alt violettbraun bis schwarzviolett
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 10.0 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; schlank, hohl, Spitze rosa, glatt, unterhalb des Ringes feinflaumig-fasrig, weiß, bei Druck gilbend, Ring häutig, hängend, groß, vergänglich, oft nur in Fetzen vorhanden, am Grunde meist knollig verdickt
Fleisch:
dünn, weiß, im Anschnitt schwach gilbend, nicht rötend
Geruch:
nach Anis
Geschmack:
nach Anis
Sporen:
schwarzbraun bis dunkel purpurbraun (Sporenpulver); Größe: 5,0–6,5 x 3,5–4,5 µm (Q-Wert: ca. 1,3–1,6), ellipsoid bis leicht eiförmig; Ornament: glatt, dickwandig, dunkel braun; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.
Boden:
Nadelstreu
Begleitpflanze:
Sauerklee, Frauenhaarmoos, Farne
Vorkommen / Fundorte:
LaubwaldNadelwaldMischwaldunter Fichten
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Hut: 5-12 cm breit; weißlich bis cremefarben; bei Berührung deutlich gelbend; Oberfläche glatt oder fein seidig; eher dünnfleischig.
✔Lamellen: Jung fast weißlich, dann zartrosa, im Alter schwarzbraun; sehr eng stehend; frei vom Stiel.
✔Stiel: Weißlich, schlank; Basis oft knollig verdickt; mit einem großen, hängenden Ring, der unterseits ein "Zahnradmuster" aufweisen kann.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
ANISDUFT & GELBUNG:
Das wichtigste Merkmal ist der angenehme Geruch nach **Anis oder Bittermandel**. Bei Druck oder Verletzung verfärbt sich die Huthaut langsam, aber deutlich gelb. Im Gegensatz zum giftigen Karbol-Champignon riecht dieser Pilz niemals chemisch und die Gelbfärbung tritt nicht schlagartig in der Stielbasis auf.
Sammler-Berichte
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