Frontalansicht auf ein junges Exemplar. Zu erkennen ist die noch stark gewölbte Hutform und dunkle Hutfarbe. Der Stiel ist etwas rot bzw. rosa überhaucht.
Frontalansicht. Hier erscheint die Hutfarbe mit deutlich mehr Brauntönen. Der Stiel ist nur ganz zart überhaucht. Diese variablen Erscheinungsformen macht eine Unterscheidung von Täublingen oft sehr schwierig. Diesen Täubling wird man aber durch eine Geschmacksprobe äußerst schnell als nicht genießbar identifizieren.
Blick auf die Hutunterseite. Gut zu erkennen sind die weißen und ziemlich gedrängten Lamellen; die auch am Stiel angewachsen sind. Zudem kann man wieder rotweinfarbene Farbtöne am Stiel erkennen.
Blick auf ein liegendes Exemplar. Der Stiel ist zylindrisch bzw. zur Basis hin leicht verdickt. Auch hier lassen sich wieder rotfarbene Farbtöne deutlich erkennen.
Der Stachelbeer-Täubling ist ein typischer Nadelwaldbewohner, der fast ausschließlich bei Fichten auf kalkhaltigen Böden zu finden ist. Sein Hut zeigt meist dunkle Weinrot-, Violett- oder Purpurtöne, oft mit einer fast schwarzen Mitte. Ein markantes Merkmal ist der Stiel, der meistens deutlich purpurrot oder rosa überhaucht ist und nur selten rein weiß erscheint. Namensgebend ist sein charakteristischer Geruch nach Stachelbeeren oder Fruchtkompott, der besonders beim Zerreiben der Lamellen deutlich wird.
⚠Geschmack & Speisewert: Brennend scharf! Lassen Sie sich nicht vom angenehm fruchtigen Duft täuschen. Der Stachelbeer-Täubling ist brennend scharf und verursacht nach dem Verzehr erhebliche Magen-Darm-Beschwerden. Er wird daher als giftig eingestuft.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Standort und Stielfarbe Wenn Sie einen dunkel-violetten Täubling unter Fichten finden, dessen Stiel rötlich angelaufen ist und der beim Anschnitt scharf schmeckt, handelt es sich meist um diese Art. Die Farbkombination aus weinrotem Hut und rosa Stiel ist sehr typisch.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Russula queletii
Weitere Bezeichnungen:
Stachelbeertäubling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
4.0 cm - 8.0 cm breit; purpurrosa, trüb weinrot bis braunpurpurn, zum Rand z. T. karminrot; erst gewölbt, dann ausgebreitet, alt vertieft, kaum gebuckelt, Oberfläche etwas klebrig, lange feucht glänzend, im Alter vom Rand her ausblassend, Rand etwas furchig-gerieft, Haut etwa bis zur Hälfte abziehbar
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen am Stiel angewachsen, gedrängt, jung weißlich, bald cremefarben
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 7.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; zylindrisch, meist voll, spröde, purpurrosa-kaminrot
Fleisch:
jung weißlich, unter der Huthaut purpurrosa bis purpurrot gefärbt
Geruch:
fruchtig
Geschmack:
sehr scharf
Sporen:
ocker (Sporenpulver); Größe: 8,0–10,5 x 7,0–8,5 µm (Q-Wert: ca. 1,1–1,3), breit ellipsoid; Ornament: mit isolierten, spitz oder stumpf konischen Warzen und nur vereinzelten feinen Verbindungsgraten (amyloides Ornament); Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz amyloid (Sporenornament schwarz-blau anfärbend), KOH-Reaktion inaktiv.
Boden:
Kalkboden
Begleitpflanze:
Wald-Erdbeere, Wald-Bingelkraut
Vorkommen / Fundorte:
unter FichtenNadelwaldGebüsch
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✘Hut: 4-8 cm breit; weinrot, purpurbraun bis violett-schwärzlich; in der Mitte oft dunkler; Oberfläche glatt, bei Nässe glänzend und etwas schmierig.
✘Lamellen: Jung weißlich bis hellcreme; stehen recht gedrängt; brüchig; im Alter oft grau-gelblich verfärbend.
✘Stiel: Fast immer deutlich karminrot bis violett-rosa überhaucht; selten rein weiß; brüchig wie Kreide; im Inneren bald markig-hohl.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
KOMPOTT-GERUCH & SCHARF:
Der Name rührt vom charakteristischen Geruch her, der an **Stachelbeerkompott** oder zerriebene Geranienblätter erinnert. In Kombination mit dem violett-roten Stiel und dem Vorkommen bei Fichten auf Kalk ist er gut bestimmbar. Er schmeckt brennend scharf.
Sammler-Berichte
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