Der Karminrote Kelchstäubling (Arcyria denudata) gehört zur Gruppe der Schleimpilze (Myxomyceten). Seine Fruchtkörper (Sporocarpien) sind winzig, etwa 2–6 mm hoch, und stehen oft in dichten, prachtvollen Gruppen auf morschem Holz. Auffällig ist die leuchtend karminrote bis ziegelrote Farbe. Die kopfartigen Kapseln sind zylindrisch geformt und sitzen auf einem kurzen, dünnen Stiel. Bei Reife fällt die Hülle (Peridie) im oberen Teil ab und gibt das elastische, rote Haargeflecht (Capillitium) frei, das die Sporen hält.
⚠ Speisewert: Kein Speisepilz Wie alle Schleimpilze besitzt der Kelchstäubling
keinen kulinarischen Wert.
- Struktur: Die Fruchtkörper bestehen fast nur aus Sporenmasse und einem feinen Geflecht; sie sind viel zu winzig für eine Verwendung.
- Hinweis: Er ist nicht giftig, aber aufgrund seiner biologischen Beschaffenheit völlig bedeutungslos für die Küche.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland sehr häufig. Er ist einer der am weitesten verbreiteten Schleimpilze und fast das ganze Jahr über zu finden.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Wächst auf stark vermorschtem Laub- und Nadelholz, das oft schon von Moos bewachsen ist. Er liebt feuchtes Mikroklima in Wäldern. Erscheinungszeit: Ganzjährig, mit Schwerpunkten im Sommer und Herbst.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Capillitium & Haftung Ein wichtiges Merkmal von Arcyria denudata ist, dass das rote Haargeflecht (Capillitium) fest mit dem Kelchbecher (Calyculus) verbunden bleibt und nicht leicht abfällt. Dies unterscheidet ihn von ähnlichen Arten wie Arcyria incarnata, bei der sich das Haargeflecht leicht ablöst.
Sammler-Berichte
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