📷 Pilzbilder
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unbedeutend
Wachstumszeit / Monate:
Ja
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Ju
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Au
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Ok
No
De
Der Glimmerige Scheibchen-Tintling (Parasola plicatilis) ist ein extrem zarter, kurzlebiger Pilz. Sein Hut ist zunächst eichelförmig, breitet sich aber schnell radförmig aus und erinnert dann an ein winziges Wagenrad. Die Oberfläche ist vom Rand bis zur Mitte tief gefurcht (plissiert), wobei das Zentrum (der Scheitel) oft glatt und gelb-bräunlich abgesetzt bleibt.
🍄 Kulinarik: Ungenießbar
Aufgrund seiner extrem geringen Substanz und der Kurzlebigkeit besitzt dieser Pilz keinerlei Speisewert. Er zerfließt zwar nicht so stark tintig wie andere Tintlinge, vertrocknet aber bei Sonneneinstrahlung innerhalb weniger Stunden.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Man findet ihn häufig in kurzgrasigen Wiesen, Rasenflächen, Gärten oder an Wegrändern. Er wächst saprobiontisch auf nährstoffreichem Boden oder verrottenden Grasresten. Er erscheint von Mai bis Oktober, meist direkt nach Regenfällen in den frühen Morgenstunden.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Das "Wagenrad" Achten Sie auf die filigrane, radförmige Faltung des Hutes und das Fehlen jeglicher Velumreste (keine Schüppchen oder Körnchen). Der Stiel ist glasig-weiß und sehr zerbrechlich. Er wächst meist einzeln oder in kleinen Gruppen, aber selten in dichten Büscheln.
Wiss. Begriff:
Parasola plicatilis
Weitere Bezeichnungen:
Glimmeriger Scheibchentintling, Scheibchentintling, Gemeiner Scheibchentintling, Gemeiner Scheibchen-Tintling, Rad-Tintling, Radtintling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
1.0 cm - 3.0 cm breit; graubraun, (alt) grau; jung walzenförmig, schon früh flach ausgebreitet, dünn, Oberfläche faltig-rippig, Hutmitte rotbraun bis orangebraun, nicht zerfließend
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen vor dem Stiel mit kollarartigem Ring, nicht gedrängt, untermischt, jung weiß bis blassgrau, alt Schwarz, Schneiden glatt, nicht zerfließend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 7.0 cm, max. Stielbreite 0.4 cm; zylindrisch, hohl, brüchig, weißlich bis cremefarben, matt, kahl, Basis mit Knöllchen, feinflaumig
Sporen:
schwarz, mitraförmig (bei Frontalansicht), elliptisch-mandelförmig (bei Seitenansicht)
Begleitpflanze:
Graser, Zitronenmelisse, Ysop, Frauenmantel, Moose
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Nadelwald Mischwald Parkanlagen Wiese / grasige Plätze Waldwiesen Gärten auf Wegen Weiden
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
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Hut: 1–3 cm breit; erst eiförmig, dann radförmig aufschirmend; hellgrau bis silbrig-grau; Mitte oft bräunlich; Hutoberfläche tief gefurcht/gerieft (wie ein Plissée-Rock).
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Lamellen: Jung weißlich, dann grau und im Alter schwarz; am Stiel in einem Kollar (Ringchen) angeheftet; zerfließen nicht (untypisch für Tintlinge).
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Stiel: 3–7 cm lang; sehr dünn, hohl und zerbrechlich; weißlich bis glasig-weiß; Oberfläche glatt.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
DER FILIGRANE WIESENBEWOHNER:
Der Glimmrige Scheibchentintling ist ein kleiner, äußerst kurzlebiger Pilz, der oft schon wenige Stunden nach dem Erscheinen wieder vergeht. Er wächst bevorzugt in kurzem Gras auf Rasenflächen, an Wegrändern oder in Parks. Auffällig ist die radspeichenartige Struktur seines Hutes, die ihm den Namen "Scheibchentintling" eingebracht hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Tintlingsarten zerfließen seine Lamellen im Alter nicht zu einer schwarzen Tinte, sondern trocknen eher ein.
Doppelgänger:
⚠ VORSICHT: Doppelgänger & Verwechslungen
Sammler-Berichte
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