Der Schmalblättrige Weißtäubling (Russula chloroides) ist ein großer, sehr fester Pilz mit einem 5–15 cm breiten, weißlichen Hut, der im Alter in der Mitte tief trichterförmig vertieft ist. Die Oberfläche ist oft schmutzig mit Erde oder Laub bedeckt. Ein charakteristisches Merkmal ist die bläulich-grüne Zone am Stielansatz direkt unter den Lamellen. Die Lamellen stehen extrem dicht und schmal.
🍄 Kulinarik: Essbar
Der Pilz ist essbar, wird aber aufgrund seiner harten Konsistenz und des oft leicht schärflichen oder bitteren Beigeschmacks kulinarisch nicht hoch bewertet. Er eignet sich am ehesten als Mischpilz.
🍳 Zubereitungstipp:
Da das Fleisch sehr kompakt ist, muss der Pilz länger gegart werden als andere Täublinge. Er behält auch nach dem Kochen einen ordentlichen Biss. Am besten schmeckt er scharf angebraten in einer Pilzpfanne mit kräftigen Gewürzen, um die leichte Eigenschärfe zu neutralisieren.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Mykorrhizapilz, der vor allem in Laubwäldern (besonders bei Buchen und Eichen), seltener im Nadelwald vorkommt. Er bevorzugt kalkhaltige oder neutrale Böden. Er wächst oft halb unterirdisch. Erscheinungszeit: Juli bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Grüner Ring & Lamellenabstand Achten Sie auf den extrem schmalen Abstand der Lamellen (viel dichter als beim Gemeinen Weißtäubling) und den oft häuchdünnen, türkis-grünen Ring ganz oben am Stiel. Wie bei allen Täublingen bricht das Fleisch wie ein Apfel und sondert niemals Milch ab.
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