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Leuchtender Ölbaumpilz

⚠ Vorwarnstufe - Bestand rückläufig

(Omphalotus olearius)

📖 Lamellenpilze
📷 Pilzbilder

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Speisewert: giftiggiftig
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes

Der Leuchtende Ölbaumpilz (Omphalotus olearius) ist ein stattlicher, trichterförmiger Pilz mit einem 5–15 cm breiten Hut. Die Farbe ist ein kräftiges Goldorange bis Fuchsrot. Die Lamellen sind sehr scharfkantig, stehen gedrängt und laufen weit am Stiel herab. Er wächst fast immer büschelig an Holz.

☠ Giftigkeit: Sehr giftig
Enthält das Toxin Illudin. Verursacht schwere Magen-Darm-Beschwerden mit heftigem Erbrechen, Krämpfen und Kreislaufproblemen. Die Symptome treten meist schnell (30 Min. bis 3 Std.) ein.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont oder Schwächeparasit an Laubholz. In Südeuropa häufig an Ölbäumen, in Mitteleuropa an Eichen, Esskastanien oder Robinien. Er liebt wärmebegünstigte Standorte. Erscheinungszeit: Juli bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Biolumineszenz & Lamellen
Eine Besonderheit ist das Leuchten der Lamellen im Dunkeln (Luciferin-Reaktion). Im Gegensatz zum Pfifferling hat er echte, scharfkantige Lamellen (keine Leisten) und wächst direkt an oder auf Holz (Stumpf oder vergrabene Wurzeln).
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Omphalotus olearius
Weitere Bezeichnungen:
Dunkler Ölbaumtrichterling, Omphalotus illudens, Orangefarbener Ölbaumtrichterling, Ölbaumtrichterling, Ölbaumpilz, Leuchtender Ölbaumtrichterling, Ölbaum-Trichterling, Leuchtender Ölbaumtrichterling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
6.0 cm - 15.0 cm breit; orange bis rotbraun; erst gewölbt, dann abgeflacht und trichterförmig, z. T. auch mit einem schwachen Buckel, Oberfläche seidig glänzend, glatt bis fein radialfaserig, Rand lange eingerollt
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen weit herablaufend, dicht stehend, dünn, biegsam, wenig gegabelt, gelb bis orangegelb und im Dunkeln nach einigen Minuten leuchtend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 15.0 cm, max. Stielbreite 2.5 cm; orangegelb, im Alter auch braunrötlich, oft exzentrisch stehend und büschelig verwachsen, voll, zäh, längsstreifig
Fleisch:
gelb bis orangebraun, faserig, zäh
Geruch:
angenehm
Geschmack:
mild
Sporen:
gelbweiß, fast kugelig, glatt
Boden:
morschiges Holz
Begleitpflanze:
keine Angabe
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Laubholz unter Kastanien unter Eichen

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