Der Mönchskopf (Infundibulicybe geotropa) ist ein stattlicher Pilz mit einem 10–25 cm breiten, trichterförmigen Hut. Die Farbe ist blass ocker- bis ledergelblich. Ein entscheidendes Merkmal ist der kleine, spitze Buckel in der Mitte des Trichters. Der Stiel ist extrem kräftig, hochwüchsig und an der Basis oft keulig verdickt.
🍄 Kulinarik: Ausgezeichneter Speisepilz
Er besitzt ein festes Fleisch und ein sehr angenehmes, mandelartiges Aroma. Besonders junge Exemplare sind sehr ergiebig und schmackhaft.
Zubereitungstipp: Da der Stiel im Alter sehr zäh und faserig wird, sollten vorwiegend die Hüte verwendet werden. Diese eignen sich hervorragend zum Panieren (wie Schnitzel) oder als kräftige Einlage in Sahnesaucen. Der aromatische Duft bleibt beim Garen gut erhalten.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont, der häufig in Hexenringen in Laub- und Nadelwäldern sowie auf Waldwiesen zu finden ist. Er bevorzugt nährstoffreiche, oft kalkhaltige Böden. Erscheinungszeit: September bis November (oft nach den ersten Nachtfrösten).
🔬 Bestimmungs-Tipp: Der "Nabel" im Trichter Fühlen Sie mit dem Finger in das Zentrum des Trichters: Auch bei alten, tief trichterförmigen Pilzen bleibt der zentrale Buckel fast immer tastbar. Zudem verströmt der Pilz einen charakteristischen, süßlichen Geruch nach Bittermandel oder Marzipan.
Sammler-Berichte
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