Der Schneeweiße Saftling (Cuphophyllus virgineus, syn. Hygrocybe virginea) ist ein kleiner bis mittelgroßer Pilz mit einem 1,5–5 cm breiten Hut. Wie der Name sagt, ist der gesamte Fruchtkörper rein weiß, kann aber im Alter oder bei Trockenheit in der Mitte etwas cremefarben oder ockerlich nachdunkeln. Der Hut ist häufig hygrophan (wasserzügig), wodurch der Rand bei Feuchtigkeit fein gestreift erscheint. Die Lamellen stehen entfernt und laufen deutlich am Stiel herab.
🍄 Kulinarik: Essbar
Er gilt als guter Speisepilz mit zartem Fleisch und mildem Geschmack.
Zubereitungstipp: Er eignet sich besonders für Mischpilzgerichte. Da er jedoch nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt ist, sollte er trotz lokaler Häufigkeit nur sehr zurückhaltend entnommen werden.
⚠ Status & Seltenheit:
Im Gegensatz zu vielen anderen Saftlingen ist diese Art in Deutschland noch recht häufig und gilt als ungefährdet (*). Dennoch steht er als Teil der Familie der Wachsblättler unter allgemeinem gesetzlichem Schutz.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Bewohner von kurzgrasigen Wiesen, Weiden, Parkanlagen und Waldrändern. Er ist weniger anspruchsvoll als seine bunten Verwandten, bevorzugt aber dennoch ungedüngte Standorte. Erscheinungszeit: September bis Dezember (ein typischer Spätherbstpilz).
🔬 Bestimmungs-Tipp: Reinweiß & Herablaufend Das wichtigste Merkmal ist die rein weiße Farbe in Kombination mit den herablaufenden, entfernt stehenden Lamellen. Der Hut ist bei Feuchtigkeit leicht fettig, aber nicht schleimig. Er hat keinen auffälligen Geruch (Unterschied zum Jaspisedelweiß-Schneckling).
Sammler-Berichte
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