Der Zweisporige Goldnabeling (Haasiella venustissima) ist ein kleiner, aber prachtvoller Pilz mit einem 1–5 cm breiten Hut. Die Farbe ist ein extrem leuchtendes Zinnober- bis Rotorange. Der Hut ist anfangs gewölbt, senkt sich aber schnell nabelingsartig in der Mitte ein. Die Lamellen sind ebenfalls lebhaft orange, stehen eher entfernt und laufen deutlich am Stiel herab.
🍄 Kulinarik: Ungenießbar
Aufgrund seiner extremen Seltenheit und der geringen Größe besitzt der Pilz keinen Speisewert. Er ist ein reiner Naturschutz-Fall und sollte keinesfalls entnommen werden.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland ist der Goldnabeling extrem selten und wird in der Rote Liste (RL 1 - Vom Aussterben bedroht) geführt. In vielen Regionen ist er seit Jahrzehnten verschollen.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Bewohner von kalkreichen Magerrasen, Trockenwiesen und lichten Wacholderheiden. Er wächst oft inmitten von Moosen oder auf Pflanzenresten. Bevorzugt sehr warme, sonnenexponierte Standorte (oft Südhänge). Erscheinungszeit: Oktober bis Dezember, teilweise sogar bis Januar (Spätherbst- bis Winterpilz, sehr kälteresistent).
🔬 Bestimmungs-Tipp: Leuchtfarbe & Nabelform Achten Sie auf die Kombination aus zinnoberorangen Farben am gesamten Fruchtkörper und der genabelten Hutform. Mikroskopisch ist er durch seine zweisporigen Basidien und rosa angehauchte Sporen (in Masse) eindeutig von ähnlichen Nabelingen unterscheidbar.
Sammler-Berichte
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