Der Klebrige Schleierseitling (Tectella patellaris) ist ein kleiner, muschel- oder napfförmiger Pilz mit einem Durchmesser von 0,5–3 cm. Die Oberfläche ist ocker- bis zimtbraun, fein hinfällig-kleiig und bei feuchter Witterung deutlich klebrig-gelatinös. Er sitzt meist ohne Stiel (oder mit einem nur winzigen Stielansatz) seitlich am Substrat fest.
🍄 Kulinarik: Ungenießbar
Aufgrund seiner geringen Größe und der zäh-lederigen Konsistenz ist der Pilz für die Küche völlig unbedeutend.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland ist der Pilz selten bis zerstreut vorkommend, wird aber aufgrund seiner Lebensweise im Winterhalbjahr oft übersehen. Er gilt aktuell als ungefährdet, steht aber in einigen Regionen unter Beobachtung.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont, der auf abgestorbenen, noch hängenden oder am Boden liegenden Ästen von Laubbäumen (besonders Erle, Birke, Buche und Esche) wächst. Er liebt feuchte Standorte wie Bachläufe oder Bruchwälder. Erscheinungszeit: Haupterscheinungszeit ist Oktober bis März, aber auch ganzjärhig zu finden.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Der Schleier Achten Sie auf junge Fruchtkörper: Diese besitzen einen häutigen Schleier (Velum partiale), der die Lamellen vollständig bedeckt. Im Alter bleibt dieser oft als hinfälliger Rand am Hut hängen. Die Lamellen sind auffällig rötlich-braun bis zimtbraun.
Sammler-Berichte
Noch keine Kommentare vorhanden.