Der Schwarzhaarige Wurzelrübling (Xerula melanotricha) ist ein stattlicher Pilz mit einem 3–8 cm breiten, oft silber- bis graubraun glänzenden Hut. Die Oberfläche ist im Gegensatz zu anderen Wurzelrüblingen nicht schleimig, sondern fein samtig-haarig. Das markanteste Merkmal ist der bis zu 20 cm lange Stiel, der sich tief in den Boden als lange Stielwurzel fortsetzt und überall mit dichten, schwarzbraunen Härchen besetzt ist.
🍄 Kulinarik: Ungenießbar / Kein Speisepilz
Aufgrund seiner Seltenheit, der zähen Stielstruktur und des höchstens durchschnittlichen Speisewertes wird dieser Pilz als für die Küche unbedeutend eingestuft.
Hinweis: In Anbetracht seiner starken Gefährdung (Rote Liste 2) und seiner spezifischen ökologischen Rolle sollte der Pilz grundsätzlich geschont und nicht für Speisezwecke gesammelt werden.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland sehr selten und höchst schützenswert. Auf der Roten Liste wird er bundesweit in Kategorie 2 (Stark gefährdet) geführt.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont, der auf im Boden vergrabenem Holz (Wurzeln) wächst und streng an die Weiß-Tanne (Abies alba) gebunden ist. Er bevorzugt kalkhaltige Böden in montanen Lagen. Erscheinungszeit: Juli bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Behaarung & Wurzel Das sicherste Feldmerkmal sind die dichten, kurzen, schwarzbraunen Härchen (Seten) auf dem Stiel und die samtige Hutoberfläche. Im Gegensatz zum Grubigen Wurzelrübling ist der Hut nicht schleimig. Die weißen Lamellen stehen recht entfernt und sind am Stiel angeheftet.
Sammler-Berichte
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