Der Gesellige Glöckchennabeling (Xeromphalina campanella) ist ein typischer Bewohner von Nadelholz-Stümpfen, den man meist in riesigen Kolonien antrifft. Die kleine Hüte erreichen einen Durchmesser von 0,5–2 cm, sind in der Mitte genabelt (vertieft) und haben eine warme, gelb-orange bis rostbraune Farbe. Besonders charakteristisch ist der Stiel, der an der Basis dunkelbraun bis fast schwarz und mit auffälligen, gelblich-orangen Myzelfasern bedeckt ist. Im Gegensatz zu den Helmlingen sind seine Lamellen deutlich am Stiel herablaufend und durch Queradern miteinander verbunden.
🍄 Kulinarik: Unbedeutend
Aufgrund seiner Winzigkeit und dem extrem dünnen Fleisch hat dieser Pilz keinerlei Bedeutung für die Küche. Er ist zwar nicht als giftig bekannt, bietet aber keinen kulinarischen Wert.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland in nadelbaumreichen Regionen sehr häufig. Er gilt aktuell als ungefährdet.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont, der ausschließlich an stark morschem Nadelholz (bevorzugt Fichte und Kiefer) wächst. Er besiedelt alte Stümpfe und dicke, am Boden liegende Stämme. Erscheinungszeit: April bis November (kann bei milder Witterung fast ganzjährig gefunden werden).
🔬 Bestimmungs-Tipp: Substrat & Lamellen Achten Sie auf das Holz: Finden Sie die Pilze in großen Gruppen an Nadelholz und haben diese deutlich herablaufende Lamellen sowie einen an der Basis dunklen, zähen Stiel, ist die Bestimmung sicher. Der ähnliche Laubholz-Glöckchennabeling wächst streng an Eiche oder Buche.
Sammler-Berichte
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