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Parasitischer Scheidling

⚠ Rote Liste 3 - Gefährdet (Schonen)

(Volvariella surrecta)

📖 Lamellenpilze
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Speisewert: ungenießbarungenießbar
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes

Der Parasitische Scheidling (Volvariella surrecta) ist ein biologisches Kuriosum mit einem Hutdurchmesser von 2–5 cm. Er wächst nicht auf dem Erdboden, sondern direkt auf den Hüten der Nebelkappe (Clitocybe nebularis). Der Scheidling hat einen seidig-faserigen, weißlichen Hut und die für die Gattung typische häutige Scheide an der Stielbasis. Die Lamellen färben sich mit der Sporenreife charakteristisch rosa. Er tritt meist dann auf, wenn sein Wirtspilz bereits im Verfall begriffen ist.

⚠ Speisewert: Ungenießbar
Der Parasitische Scheidling besitzt keinen kulinarischen Wert und gilt als ungenießbar.
  • Wirtspilz: Sein Hauptwirt, die Nebelkappe, gilt heute als giftverdächtig (enthält Nebularin), was einen Verzehr des Parasiten zusätzlich ausschließt.
  • Seltenheit: Er wird nur sporadisch gefunden und sollte als mykologische Besonderheit unbedingt am Fundort belassen werden.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland selten (oft RL 3). Obwohl die Nebelkappe häufig ist, erscheint der Parasit nur unter speziellen Witterungsbedingungen massenhaft.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Mykoparasit auf Nebelkappen (Clitocybe nebularis), selten auch auf Ritterlingen. Er erscheint spät im Jahr, meist zeitgleich mit dem Höhepunkt der Nebelkappen-Saison. Erscheinungszeit: September bis November.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Der Wirt entscheidet
Die Bestimmung ist einfach: Ein kleiner, weißer Scheidling mit rosa Lamellen und Scheide, der direkt aus einer Nebelkappe wächst, ist unverwechselbar. Oft ist der Wirtspilz durch den Befall deformiert oder weißlich übersponnen.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Volvariella surrecta
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 5.0 cm breit; grauweiß, weißlich; anfangs kugelig, rundlich, später gewölbt, alt abgeflacht, teilweise mit stumpfem Buckel, Oberfläche fein seidig-radialfaserig, Hutmitte allmählich gilbend, im Alter schmutzig hellgrau, Rand etwas überstehend
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen frei, dicht stehend, mit Zwischenlamellen, weiß, im Alter vom Sporenpulver rosa, Schneiden glatt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 9.0 cm, max. Stielbreite 1.0 cm; zylindrisch, voll, alt hohl, weißlich, längsfaserig, Volva offen, zwei- bis vierlappig, flaumig, weiß oder schmutzig weiß
Fleisch:
weiß, weich, zart
Geruch:
muffig
Geschmack:
mild
Sporen:
rosa, ellipsoid, glatt
Boden:
andere Pilze
Begleitpflanze:
Brombeere, Efeu, Wald-Segge, Moose
Vorkommen / Fundorte:
auf anderen Pilzkörpern

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Speisewert:

Sammler-Berichte

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