📷 Pilzbilder
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essbar
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Der Maisbeulenbrand ist ein spezialisierter Parasit, der ausschließlich Maispflanzen und die eng verwandte Teosinte befällt. Er dringt in das Pflanzengewebe ein und regt die Zellen zu einem massiven Tumorwachstum an, wodurch die charakteristischen, silbrig-weißen Brandbeulen entstehen. Im Inneren dieser Beulen entwickeln sich Millionen von schwarzen Brandsporen. Während Landwirte in Europa den Pilz als Ernteschädling bekämpfen, wird er in Mexiko gezielt geerntet. Der Geschmack von "Huitlacoche" wird als rauchig, erdig und pilzartig-süß beschrieben, vergleichbar mit einer Mischung aus Champignon und schwarzem Trüffel.
🍳 Kulinarik (Huitlacoche):
Der Pilz gilt als essbar und ist in Mexiko eine teure Delikatesse. Er wird traditionell in Quesadillas, Suppen oder Saucen verwendet.
🍲 Ernte-Hinweis:
Nur junge, fest-fleischige Beulen mit weißlich-silberner Oberfläche sind für die Küche geeignet. Sobald die Beulen aufplatzen und das schwarze Sporenpulver sichtbar wird, ist der Pilz ungenießbar und schmeckt bitter.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Fundort & Optik
Der Pilz ist durch sein Vorkommen direkt an den Maiskolben (oder Blättern/Stängeln) und die bizarre, tumorartige Form der deformierten Körner unverwechselbar.
Wiss. Begriff:
Ustilago maydis
Weitere Bezeichnungen:
Maisbrand, Maispilz, Mexikanischer Trüffel, Huitlacoche, Azteken-Kaviar
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
0.5 cm - 20.0 cm breit; kein Hut, eher ein Geschwulst, das aus Maiskolben herauswächst, jung außen silbrig-weiß, danach grau, alt schwarz-staubig, innen weiß-grau und saftig, alt tiefschwarz und rußig; keine Hutunterseite vorhanden
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
keine Hutunterseite vorhanden
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 0.0 cm, max. Stielbreite 0.0 cm; kein Stiel vorhanden, wächst ohne Stiel aus dem Maiskolben heraus
Fleisch:
jung reinweiß bis perlmuttfarben, fest, aber elastisch, saftig, mit zunehmenden Alter dunkler mit bläulichen oder schwarzen Ardern, alt schwarz-anthrazitfarben
Geruch:
pilzig-erdig, süßliche Note
Geschmack:
erdig, rauchig, mit einer Süße
Sporen:
rund, dunkelbraun-schwarz, blauschwarz, grauschwarz bis tiefschwarz, erinnert optisch stark an Ruß
Vorkommen / Fundorte:
Felder auf Getreide
Doppelgänger:
Bisher keine Doppelgänger hinterlegt. Achtung: Das bedeutet nicht, dass es keine gibt!
Sammler-Berichte
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