Mutterkorn ist eine der gefährlichsten Giftquellen im Pflanzenreich. Der Pilz ersetzt die Getreidekörner durch seine sogenannten Sklerotien – harte, dunkle, hörnchenförmige Dauerformen, die aus der Ähre herausragen. Diese enthalten hochwirksame Alkaloide (Ergotamine), die stark gefäßverengend wirken und zu Halluzinationen sowie zum Absterben von Gliedmaßen führen können. Dank moderner Reinigungsverfahren im Müllereiwesen ist die Gefahr im Handel heute minimal, doch auf Wildwiesen oder biologisch unkontrollierten Flächen bleibt er eine tödliche Gefahr.
☣ LEBENSGEFAHR - Extrem Giftig:
Mutterkorn ist hochgradig tödlich. Bereits geringste Mengen (ca. 5 bis 10 Gramm frisches Mutterkorn) können für einen Erwachsenen zum Tode führen.
❗ Warnung:
Das Gift Ergotamin ist hitzestabil; Backen oder Kochen macht den Pilz nicht ungiftig. Es gibt kein bekanntes Gegengift, die Behandlung erfolgt rein symptomatisch. Niemals berühren oder gar kosten!
🔬 Bestimmungs-Tipp: Das "Hörnchen"
Achten Sie auf Getreideähren oder Wildgräser: Wenn statt eines Korns ein dunkelviolettes bis schwarzes, gebogenes Gebilde (1–4 cm lang) herauswächst, handelt es sich um Mutterkorn. Innen ist das Sklerotium hell-weißlich bis violett angehaucht.
Sammler-Berichte
Noch keine Kommentare vorhanden.