Wichtiger Hinweis: Optische Bestimmungshilfe – Keine Verzehrfreigabe!
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Blick von leicht schräg oben auf ein noch relativ junges Exemplar. Die Velumreste am Hutrand sind in diesem Altersstadium typisch; können aber später ganz verschwinden.
Blick von schräg oben. Beim Orangeroten Träuschling handelt es sich um einen eher kleinen bis mittelgroßen Pilz. Die Oberfläche ist feucht (wie hier auf dem Bild) glänzend und schmierig-klebrig.
Der Orangerote Träuschling (Leratiomyces ceres) ist ein auffälliger Pilz mit einem Hutdurchmesser von 2–7 cm. Sein Hut ist leuchtend zinnober- bis orangerot gefärbt, oft mit weißlichen Velumresten am Rand. Die Oberfläche ist bei Feuchtigkeit leicht klebrig. Die Lamellen sind anfangs weißlich-grau und verfärben sich mit der Sporenreife über violettgrau bis hin zu dunkelbraun-violett. Der Stiel ist häufig weißlich, kann aber im Alter von der Basis her rötlich-braun anlaufen.
☠ Giftwarnung: Giftig! Der Orangerote Träuschling wird als giftig eingestuft.
Symptome: Er verursacht Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen.
Hinweis: Er enthält teilweise Inhaltsstoffe, die auch in anderen Träuschlingsverwandten vorkommen und zu Unverträglichkeiten führen. Er ist kein Speisepilz!
⚠ Status & Seltenheit: In Deutschland mittlerweile häufig, besonders in besiedelten Gebieten. Er breitet sich durch den Einsatz von Rindenmulch stetig aus.
🍂 Ökologie & Erscheinen: Ein Saprobiont, der fast ausschließlich auf Holzhäckseln, Rindenmulch oder stark holzhaltiger Erde in Gärten, Parks und Friedhöfen wächst. Erscheinungszeit: Mai bis November (bei milder Witterung bis in den Winter).
🔬 Bestimmungs-Tipp:Farbe & Substrat
Achten Sie auf das Substrat: Finden Sie einen zinnoberroten Pilz auf Rindenmulch, ist dies fast immer der Orangerote Träuschling. Ein wichtiges Merkmal sind die dunklen (violett-braunen) Lamellen im Alter, die ihn von hälterspohrigen Pilzen unterscheiden.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Leratiomyces ceres
Weitere Bezeichnungen:
Stropharia aurantiaca
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 7.0 cm breit; orangerot, ziegelrot bis fuchsrot, zum Rand hin oft heller gelblich; jung halbkugelig, später gewölbt bis ausgebreitet. Die Oberfläche ist feucht leicht klebrig, oft mit weißen Velumsresten am Rand behangen, die jedoch im Alter verschwinden
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen; jung weißlich-grau, später purpurbraun bis fast schwarz mit helleren Schneiden; angewachsen
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 8.0 cm, max. Stielbreite 0.8 cm; weißlich bis blass gelbbraun, zur Basis hin oft rötlich-braun überhaucht. Die Oberfläche ist feinfaserig-flockig, im Alter oft hohl, Ring angedeutet und vergänglich
Fleisch:
weißlich bis blass gelblich, dünnfleischig
Geruch:
schwach pilzig
Geschmack:
Mild bis leicht rettichartig oder etwas bitter
Sporen:
dunkel purpurbraun bis schwarzbraun (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop dunkel rotbraun bis purpurbraun; Größe: 10,0–14,0 x 6,0–8,0 µm (Q-Wert: ca. 1,4–1,8), ellipsoid bis mandelförmig, glatt, mäßig dickwandig, mit einem deutlichen Keimporus an der Spitze; Keimporus: Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion unauffällig.
✘Hut: 2–7 cm breit; gewölbt; leuchtend orangerot bis ziegelrot; Oberfläche glatt, feucht etwas schmierig; Rand oft mit weißen Velumresten behängt.
✘Lamellen: Jung weißlich bis grau, später durch die Sporenreife dunkelgrau bis purpurbraun mit helleren Schneiden; am Stiel angewachsen.
✘Stiel: Weißlich bis blass gelblich-ocker; oft mit rötlich-braunen Fasern oder Schüppchen bedeckt; Basis häufig mit weißem Mycel und Erdreich verhaftet.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
FARBKONTRAST & STANDORT:
Der Pilz besticht durch den starken Kontrast zwischen dem ziegelroten Hut und den dunklen Lamellen. Ein entscheidendes Merkmal ist der Standort: Er wächst fast ausschließlich auf Holzhäckseln, Mulch oder stark gedüngten Böden in Gärten und Parkanlagen. Er hat keinen Ring, sondern lediglich eine faserige Ringzone.
Sammler-Berichte
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