Der Großsporige Gallertbecher (Ascocoryne cylichnium) bildet kreisel- bis schüsselförmige Fruchtkörper mit einem Durchmesser von 0,5–2 cm aus. Die Farbe reicht von einem kräftigen Violett bis hin zu Weinrötlich oder auch fleischfarben bis purpurbraun. Die Konsistenz ist gallertartig-weich, bei Trockenheit schrumpfen die Becher zu unscheinbaren, dunklen Krusten zusammen. Er wächst meist gesellig oder in dichten Gruppen direkt auf dem Holz.
🔬 Mikrokosmos-Notiz: Die Sporen-Riesen Wie der Name schon sagt, ist dieser Pilz im Feld kaum sicher vom Fleischroten Gallertbecher zu unterscheiden. Erst unter dem Mikroskop zeigen sich die deutlich größeren Sporen (bis zu 30 µm), die im reifen Zustand mehrfach querquerseptiert (unterteilt) sind. Er bildet zudem keine hirnartigen Nebenfruchtformen aus.
⚠ Speisewert: Ungenießbar
Aufgrund der geringen Größe und der gallertartigen Konsistenz besitzt der Pilz keinen kulinarischen Wert.
⚠ Status & Seltenheit:
In Deutschland häufig, wird aber oft nicht auf Artebene bestimmt oder mit A. sarcoides zusammengefasst.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein Saprobiont an stark vermorschtem Laubholz (besonders Buche und Eiche), selten an Nadelholz. Er besiedelt meist entrindete Stämme und Äste in feuchter Umgebung. Erscheinungszeit: September bis Januar.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Wuchsform & Farbe Achten Sie auf die reinen Becherformen. Wenn Sie daneben keine korallenartig-hirnförmigen Strukturen (Nebenfruchtform) finden, spricht vieles für A. cylichnium. Die leuchtend violette Farbe ist besonders nach Regenfällen sehr auffällig.
Sammler-Berichte
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