Der Flaschenbovist ist in Europa weit verbreitet und passt sich flexibel seinem Lebensraum an. Er und seine Verwandten werden heute zu den Hutpilzen unter der Ordnung der Blätterpilze gezählt; auch wenn keine Lamellen ausgebildet werden. Auf dieser Seite führen wir den Pilz aber weiter unter der Rubrik Boviste. Charakteristisch sind die kleinen, abwischbaren Stacheln oder Warzen auf der Oberseite, die nach dem Abfallen ein netzartiges Muster hinterlassen. Sobald der Pilz reift, öffnet er sich an der Spitze und entlässt bei Berührung oder Regentropfen seine Sporen als Staubwolke.
💡 Sammel-Check: Die Schnittprobe
Boviste dürfen nur gesammelt werden, solange sie jung sind. Das Fleisch muss im Inneren rein weiß und fest sein (wie Marshmallows). Sobald sich das Innere gelblich oder olivbraun verfärbt, beginnt die Sporenreife und der Pilz ist ungenießbar oder sogar giftverdächtig. Zudem muss beim Aufschneiden eine durchgehende Struktur erkennbar sein – sieht man eine Anlage von Lamellen oder einen eingeschlossenen "Mini-Pilz", handelt es sich um das tödliche Ei eines Wulstlings!
🍳 Kulinarik-Tipp: Panierte Würfel
Flaschenboviste haben ein sehr mildes Aroma. Zubereitung: Die Pilze müssen nicht geschält werden, es reicht, die Stacheln leicht abzureiben. In Würfel geschnitten und in Butter scharf angebraten, nehmen sie Gewürze hervorragend auf. Besonders lecker sind sie, wenn man sie wie kleine Croutons paniert und über einen Salat gibt. Sie haben eine weiche, fast cremige Konsistenz im Inneren.
Sammler-Berichte
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