Bei der Gelben Lohblüte (Hexenbutter) handelt es sich um eine Schleimpilzart. Eine Besonderheit ist, dass sie kein festes Myzel hat, sondern als pulsierende Masse (Plasmodium) auf der Suche nach Bakterien und Nährstoffen über den Untergrund "kriechen" kann. In ihrer aktiven Phase ist sie leuchtend gelb und weich, später verhärtet sie zu einer krustigen Masse (Aethalium), in der die dunklen Sporen reifen. Interessanterweise werden Plasmodien der Gelben Lohblüte in einigen Teilen Mexikos in gegrillter Form als Nahrungsmittel ("Caca de Luna") geschätzt.
⚠Speisewert: Ungenießbar
In Europa gilt die Gelbe Lohblüte als ungenießbar. Aufgrund ihrer schleimigen Konsistenz im jungen Stadium und der staubigen Struktur im Alter besitzt sie keinen kulinarischen Wert. Sie ist jedoch ungiftig und stellt keine Gefahr für Haustiere oder Gartenpflanzen dar, auf denen sie häufig erscheint.
💡 Wissenswertes: Ein Lebewesen auf Wanderschaft
Schleimpilze wie die Gelbe Lohblüte sind weder Tiere noch Pflanzen noch echte Pilze. Sie können Entfernungen von mehreren Zentimetern pro Stunde zurücklegen. Wenn Sie eine Lohblüte im Garten finden, können Sie ein Foto machen und am nächsten Tag prüfen, ob sie "weitergewandert" ist – oft hinterlässt sie dabei eine silbrige Schleimspur.
Sammler-Berichte
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