Der Riesenporling macht seinem Namen alle Ehre: Seine fächerförmigen Fruchtkörper wachsen in großen, dachziegelartig übereinanderliegenden Clustern, die insgesamt über einen Meter breit werden können. Er ist ein Parasit und Saprobiont, der vor allem an den Wurzeln und Stammbasen alter Buchen eine intensive Weißfäule verursacht. Ein unverkennbares Merkmal ist die Reaktion des Fleisches: Bei Verletzung oder Druck färben sich die weißlichen Poren und das helle Fleisch nach kurzer Zeit schmutzig grau bis tief schwarz.
🍳 Vorbereitung & Verwendung:
Der Riesenporling ist nur in sehr jungem Zustand essbar, solange das Fleisch noch weich und saftig ist (wenn beim Anschnitt Flüssigkeit austritt). Er hat einen säuerlichen, pilzigen Geschmack. Sobald die Fruchtkörper größer werden, verfärbt sich das Fleisch beim Garen schwarz und wird extrem zäh und lederartig, was ihn dann ungenießbar macht.
🍲 Zubereitungstipp:
Junge, weiche Ränder des Pilzes eignen sich hervorragend, um sie in Streifen geschnitten wie "falsches Geschnetzeltes" oder sauer eingelegt zu verarbeiten. Aufgrund der leichten Säure harmoniert er gut mit kräftigen Rahmsoßen.
💡 Bestimmungs-Tipp: Der Schwarz-Test
Um ihn sicher vom essbaren Schwefelporling oder dem Bergporling zu unterscheiden, drücken Sie fest auf die weißen Poren auf der Unterseite. Wenn sich die Druckstelle nach einigen Minuten schwarz verfärbt, haben Sie einen Riesenporling gefunden.
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