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ungenießbar
Wachstumszeit / Monate:
Ja
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Se
Ok
No
De
Die Gemeine Hundsrute ist ein faszinierender Vertreter der Stinkmorchelverwandten. Sie entwickelt sich aus einem weißlichen, etwa zwei Zentimeter großen "Hexenei". Der daraus hervorbrechende, schwammige Stiel ist blassrosa oder gelblich gefärbt. Das markanteste Kennzeichen ist die fingerhutartige Spitze, die leuchtend rot oder orange leuchtet, sobald die olivgrüne, nach Aas riechende Sporenmasse von Fliegen abgetragen wurde. Im Vergleich zum großen Stinkmorchel ist ihr Geruch deutlich dezenter.
⚠Speisewert: Ungenießbar
In ihrer ausgewachsenen Form ist die Gemeine Hundsrute aufgrund ihrer Konsistenz und des unangenehmen Geruchs ungenießbar. Das gallertartige Hexenei gilt zwar theoretisch als essbar, wird jedoch aufgrund der Seltenheit und des geringen kulinarischen Wertes kaum gesammelt.
💡 Wissenswertes: Verbreitungsstrategie
Die Hundsrute nutzt eine raffinierte Methode zur Vermehrung: Ihr Geruch lockt gezielt Fliegen an, welche die klebrige Sporenmasse fressen. Die Sporen werden so über den Verdauungstrakt der Insekten an neuen Standorten verbreitet. Man findet sie häufig in fäulnisreichen Laubwäldern oder auf alten Holzabfällen.
Wiss. Begriff:
Mutinus caninus
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
1.0 cm - 3.0 cm breit; olivgrün, orange-rot bis braunrot; Spitze mit schleimiger, olivgrüner Gleba, ohne Ansatz in Stiel übergehend, Scheitel mit kleinem, orangerotem Ring, die durch den Geruch angelockten Fliegen tragen die Sporenmasse ab, zurück bleiben orangerot-braunrot gefärbte Kammern
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
keine Hutunterseite vorhanden, Hut ansatzlos in Stiel übergehend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 15.0 cm, max. Stielbreite 3.0 cm; Basis mit weißen, wurzelartigen Myzelsträngen, hohl, porös, weiß bis blass ockergelb
Fleisch:
2,5 - 3,5 großes, weißes Hexenei wächst unterirdisch heran, das Receptaculum ist hell gefärbt, das Farbspektrum reicht von weiß nach blass ockerfarben oder blass rosa
Sporen:
zylindrisch, glatt, olvgrün
Begleitpflanze:
Sternmoos, Giersch, Große Brennnessel, Efeu, Wald-Bingelkraut
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald an / auf Baumstümpfen Gebüsch Gärten Mischwald Parkanlagen Laubholz auf Pflanzenresten auf Laubholzresten
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
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Fruchtkörper: 8-15 cm hoch; stielartig; aus einem weißlichen "Hexenei" brechend; Stiel blassrötlich bis gelborange; schwammig-porenreich.
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Sporenmasse (Gleba): Befindet sich direkt auf der Stielspitze; olivgrün bis schwärzlich; schleimig; riecht schwach nach Aas oder Kot.
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Spitze: Unter dem Schleim kommt eine himbeerrote bis lachsfarbene, leicht raue Spitze zum Vorschein (kein abgesetzter Hut!).
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
KEIN ABGESETZTER HUT:
Im Gegensatz zur Stinkmorchel hat die Hundsrute keinen glockenförmigen, vom Stiel abgesetzten Hut. Die Gleba sitzt direkt auf dem oberen Teil des Stiels. Zudem ist sie viel kleiner, schlanker und der Geruch ist bei weitem nicht so intensiv und weithin wahrnehmbar wie bei ihrer großen Verwandten.
EXTERNER MEDIENINHALT
Bestimmungs-Video:
Die Gemeine Hundsrute (YouTube)
Hinweis: Dieses Video stammt von einem Drittanbieter auf YouTube und ist kein Angebot von Mushroom-Toxin.de.
Doppelgänger:
⚠ VORSICHT: Doppelgänger & Verwechslungen
Sammler-Berichte
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