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essbar
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Russula amethystina
Weitere Bezeichnungen:
Amethysttäubling, Russula turci var. amethystina
Wissenswertes:
Der Amethyst-Täubling verdankt seinen Namen der wunderschönen, violetten bis purpurnen Hutfarbe, die oft an den Edelstein Amethyst erinnert. Die Hutmitte kann etwas dunkler oder fast schwärzlich gefärbt sein, während die Oberfläche bei feuchtem Wetter leicht klebrig glänzt. Ein ganz entscheidendes Merkmal zur Bestimmung ist der Geruch: Reibt man an der Stielbasis, verströmt der Pilz einen deutlichen Geruch nach Jodoform (Krankenhausgeruch/Apotheke). Da der äußerlich identische Jodoform-Täubling vorwiegend im Flachland bei Kiefern vorkommt, gibt der Fundort in höheren Lagen (Mittelgebirge und Alpen ab ca. 600 m bis 1.500 m) unter Fichten den entscheidenden Hinweis auf den Amethyst-Täubling.
🍳 Kulinarik & Vorbereitung
Der Amethyst-Täubling ist ein guter Speisepilz mit mildem Geschmack.
- Geschmack: Das Fleisch ist mild und nussig; die Lamellen schmecken ebenfalls mild (wichtiges Merkmal bei Täublingen).
- Zubereitung: Er eignet sich für alle Pilzgerichte. Der Jod-Geruch verfliegt beim Erhitzen vollständig.
- Tipp: Nur junge, feste Exemplare sammeln, da ältere Pilze oft schnell madig werden.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Der Basis-Test
Kratzen Sie vorsichtig an der außersten Stielbasis. Der typische Jodgeruch ist dort am intensivsten wahrnehmbar und unterscheidet diesen Pilz sicher von anderen violetten Täublingen wie dem Frauen-Täubling.
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
3.0 cm - 7.0 cm breit; variierend violett, lila, weinrot und weinbraun; Hutmitte oft dunkler, Huthaut vollständig abziehbar, bei trockenem Wetter samtig, bei feuchtem Wetter sehr schmierig
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen erst weiß, später ocker, angewachsen, z. T. leicht herablaufend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 7.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; keulenförmig, anfangs weiß, später gelblich bis bräunlich, meist hohl
Fleisch:
erst weiß, später trüb gelblich werdend
Geruch:
mild, Stielbasis nach Jodoform
Geschmack:
mild, Stielbasis nach Jodoform
Sporen:
hellocker, ellipsoid, spitz-stachelige Warzen
Begleitpflanze:
Heidelbeere, Rippenfarn, Wald-Hainsimse, Etagenmoos
Vorkommen / Fundorte:
Nadelwald unter Weißtannen Bergwälder unter Fichten
Sammler-Berichte
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